Ein neues Produkt soll in Serie gehen? Da ist der Produktionstechnologe wie Marius, 25 Jahre, 2. Ausbildungsjahr im Unternehmen Paul Rauschert Steinbach GmbH in Steinbach am Wald genau in seinem Element! Er übernimmt die Entwicklung, die Einrichtung speicherprogrammierbarer Steuerungen, sowie die Inbetriebnahme und Einweisung an den Produktionsanlagen und die Optimierung, Planung und Verbesserung von Produktionsprozessen. Er beurteilt die Sicherheit von Produktionsanlagen und überwacht Maschinen während der Produktion, um präzise über Güte, Qualität, Stückzahl oder auch Fehlermeldungen berichten zu können.

Produktionstechnologe (m/w/d)

Worum gehts?

Produktionstechnologen planen industrielle Produktionsprozesse, richten Produktions ­anlagen ein und nehmen sie in Betrieb, betreuen und dokumentieren Produktions ­prozesse und optimieren sie.

Dauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

Logisches Denkvermögen, Beobachtungsgenauigkeit, handwerkliches Geschick und technisches Verständnis sind ebenso wichtig wie gute Kommunikations ­fähigkeit und Teamfähigkeit.

Chancen:

Möglich ist zum Beispiel die Weiterbildung zum Prozessmanager für Produktionstechnologie oder im Bereich Qualtiätsmanagement. Mit einer Hoch ­schulzugangsberechtigung kann man auch ins Studium der Produktionstechnik starten

Foto: privat

Interview mit Marius

Marius, warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Ich habe eine Affinität für Technik. Meinen Schulabschluss habe ich an einer technischen Fachoberschule absolviert. Nach meinem nicht beendeten Stu ­dium im technischen Bereich absolviere ich jetzt hier die Ausbildung zum Produktionstechnologen. Ich mag es einfach, Dinge zu analysieren, nachzu­forschen und zu tüfteln.


Wie können wir uns deinen Ausbildungsalltag vorstellen?

Während der Ausbildung durchlaufen wir Auszubildenden alle Bereiche des Unternehmens. Wir lernen so nicht nur die einzelnen Abläufe, Prozesse und Verfahrensweisen kennen, sondern auch, wie jede Abteilung miteinander agiert und funktioniert. Hierzu zählt die Konstruktion, die Fertigung, Ein ­kauf/Dispo/Verkauf, das Lager, die Qualitätskontrolle und auch das Produkt ­management. Wir forschen, konfigurieren, simulieren, organisieren, program­mieren, testen, warten und visualisieren.


Wie ist deine Ausbildung strukturiert?

Unsere Berufsschule findet im Blockunterricht für jeweils 2, 3 Wochen statt. Aufgeteilt wird der Unterrichtsstoff dieser drei Ausbildungsjahre in 13 Lern ­felder, wobei das erste Ausbildungsjahr identisch mit dem des Mechatronikers ist. Für uns Produktionstechnologen geht es ab dem zweiten Jahr mehr in die Richtung Automatisierungstechnik, Qualitätsmanagement, Fertigungs or ­ganisation, Logistik und technische Kommunikation. Das Optimieren, Simu ­lieren und Analysieren von Produktionsprozessen, die Auftragsanalyse und das Projektmanagement, sowie auch das Einrichten von Handhabungs­ und Materialflusssystemen, sind ein Teil der Ausbildung.


Was macht dir besonders viel Spaß?

Ich habe den ganzen Tag mit Technik zu tun und trotzdem ist kein Tag wie der andere. Das Mitwirken an verschieden Projekten ist immer ein ganz besonde­res Highlight. Hier können wir tüfteln, neues ausprobieren, eigene Ideen um­setzen und Verbesserungsmöglichkeiten für Maschinen und Prozessabläufe mitentwickeln. Es ist sehr interessant zu sehen, wie sich beginnend bei der Planung, über die erste Testphase bis hin zur anschließenden Produktion, alles nach und nach entwickelt.

Foto: AdobeStock

Hast du dich während der Ausbildung verändert?

Auf jeden Fall! Ich bin selbstbewusster und selbstsicherer geworden. Der di­rekte Kontakt zu Kunden ist mir anfangs sehr schwergefallen. Darum bin ich sehr dankbar, dass ich so tolle Kollegen und Vorgesetzte habe, die mich auf­fangen, mich immer unterstützen und mir stetig Mut und Zuspruch geben.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Neben der Liebe zu Technik sollte man natürlich auch Spaß an Informatik oder Physik haben. Auch selbstständiges Arbeiten ist extrem wichtig! Man sollte nach einer gewissen Zeit schon eigenständig erkennen, wo man sich einbrin­gen oder helfen kann. Jemand der nur dasteht und auf Anweisungen wartet, ist hier leider ganz fehl am Platz.
(ps)

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