Schon gehört?

Reden, quatschen, sagen, erzählen, plaudern, diskutieren, sich unterhalten, miteinander sprechen – miteinander zu kommunizieren hat viele Namen. Doch egal, wie man es nennt, dahinter steckt immer der Austausch von Informationen zwischen zwei Menschen oder drei oder einer ganzen Gruppe. Und dieses Kommunizieren geht sogar ohne etwas tatsachlich zu sagen – Augenroll-Emoji – nonverbal über Körpersprache oder auch über eine bestimmte Art sich zu kleiden. Und natürlich funktionieren auch Medien wie Zeitungen, Radio oder Instagram durch das Übertragen von Informationen. Wer darüber nun genaueres wissen will, für den konnte das Studium Kommunikationswissenschaften das Richtige sein.

Genau dein Ding, wenn:

  • du gerne übers Reden redest
  • du dich fürs Zwischenmenschliche interessierst

Eher nichts für dich, wenn: 

  • du dich lieber nur auf eine Disziplin konzentrierst
  • dir Social-Media für immer ein Rätsel bleiben wird

Foto: Tima Miroshnichenko – pexels.com

Kommunikationswissenschaften (Studium) 

In der Kommunikationswissenschaft geht um die sogenannte Individualkommunikation, also den Austausch von Informationen von Mensch zu Mensch und um die Massenkommunikation und Medien, wie Zeitung, Radio, Fernsehen und natürlich Internet.

In Thüringen kann man Kommunikationswissenschaft unter anderem an der Uni Erfurt, der FSU Jena, der Bauhausuni Weimar und der TU Ilmenau studieren. In Weimar wird dabei mit dem Studiengang Visuelle Kommunikation eine Variante angeboten, die sich mehr mit der Gestaltung befasst, in Ilmenau steht beim Studium Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft die technische Seite im Vordergrund. Außerdem gibt es an den privaten Hochschulen verschiedene Studiengänge im Bereich Marketing und BWL. Die genaue Ausrichtung des Studiums hängt dabei von der jeweiligen Hochschule ab und unterscheidet sich zum Teil sehr stark – deshalb ist es wichtig, vorab einen Blick in die genauen Studieninhalte zu werfen.

Grundlegend drehen die sich um:

Kommunikationstheorie, interkulturelle Kommunikation, politische Kommunikation, Onlinekommunikation, Medienstruktur, Medienökonomie, Medienwandel, Medientechnik, Journalistik, Publizistik, Konzeption, Rezeption, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit sowie Markt- und Meinungsforschung. Dabei ergeben sich Überschneidungen mit Psychologie, Soziologie, Philosophie, Sprachwissenschaft ebenso wie mit Technik, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Das zeigt: Nur gern zu kommunizieren bietet noch keine guten Voraussetzungen. Es steckt eine Menge Theorie dahinter und viel „Über den eigenen Tellerrand-hinausdenken“.

Damit es nicht nur graue Theorie ist, bieten die Hochschulen viele verschiedene Wege, sich auch in der Praxis auszuprobieren: 

zum Beispiel Mitarbeit an einer Fernsehsendung, das Gestalten einer eigenen kleinen Zeitschrift, Befragungen, Entwicklung eines Marketingkonzeptes oder zweitweises Betreuen eines Social-Media-Kanals. Diese Möglichkeiten sollte man auch unbedingt nutzen, denn neben aller fachlicher Theorie kann man beim Einstieg ins Berufsleben vor allem mit praktischer Erfahrung punkten.

Wo genau man nach dem Studium beruflich tätig werden kann?

Unter anderem im Bereich des Journalismus und der Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus bieten auch Werbeagenturen, Markt-, Medien- und Meinungsforschungsinstitute sowie Medienbildung und Medienerziehung Beschäftigungsmöglichkeiten. Außerdem werden Kommunikationswissenschaftler in der sprechwissenschaftlichen Beratung im Hörfunk und Fernsehen tätig oder arbeiten in der Sprachsignalverarbeitung bei Telekommunikationsunternehmen und in Verlagen oder der Softwareentwicklung. (mü)

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