„Das Hobby zum Beruf gemacht“

Wer jetzt denkt: „Ach, ´ne Steckdose montieren, das bekomme ich auch noch hin“, der hat nicht den Rattenschwanz bedacht, der sich nachschlängelt. Als Elektroniker für Energie­ und Gebäudetechnik bist du nicht nur dafür zuständig, Steckdosen und Lichtschalter oder Sicherungen zu montieren: Hier kommen komplexe Aufgaben auf dich zu, die sich um elektronische Steuer­ und Regelsysteme drehen. Wie genau das funktioniert, erzählt uns Florian, Auszubildener bei Elektro Beckhoff GmbH in Ohrdruf.

Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (m/w/d)

Worum gehts?

Elektroniker für Energie­ und Gebäudetechnik planen die elektrische Versorgung von Gebäuden und installieren kompakte energietechnische Anlagen sowie elektronische Steuer­ und Regelsysteme.

Dauer: 3,5 Jahre

Chancen:

Nach der Ausbildung gibt es viele verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Du kannst den Meister oder Techniker machen, dich im Bereich Programmierung spezialisieren oder auch ein Studium anschließen.

Voraussetzungen:

Du solltest dich gern bewegen, ein Gespür für Organisation sowie Spaß an Mathe und Physik haben.

Foto: Elektro Beckhoff GmbH

Über Florian und seine Ausbildung

Florian ist im dritten Lehrjahr.

Aufmerksam auf den Beruf des Elektronikers für Energie­ und Gebäudetechnik ist er geworden, als bei seinen Eltern eine Installation instand gesetzt werden musste. „Mein heutiger Kollege hatte damals die Elektroinstallation gemacht und gemeint, dass das Unternehmen noch Azubis sucht und da bin ich neugierig geworden. Richtung Technik war ich schon immer interessiert.“

Während der dreieinhalbjährigen Ausbildung lernt Florian mit Schaltkreisen sowie mit dem Schraubenschlüssel aber auch mit dem Computer umzuge­hen.

Achtung vor Stromschlägen! Auch wenn er oft unter Zeitdruck ist, muss er sich bewusst sein, dass er mit lebensbedrohlichem Starkstrom arbeitet. „Strom darf man nicht unterschätzen, deshalb sollte man immer vorher nachdenken, die Situation entschärfen und dann erst handeln. Zum Beispiel, bevor man an einer Steckdose arbeitet, sich selbst schützen, den Strom abschalten und Isolationswerkzeuge benutzen.“

Im ersten Lehrjahr lernt man die Grundlagen und frischt seine Kenntnisse in Mathematik und Physik auf.

Darauf baut man auf und lernt in der Praxis. Der Austausch mit Meistern und erfahrenen Kollegen zum Gelernten in der Berufsschule hilft dabei. Heute ist Florian zufrieden, dass er die Ausbildung begonnen hat. Das Handwerk und die Herausforderung, Dinge umzusetzen, stehen hier im Vordergrund.

Langeweile kommt in Florians Alltag nicht auf:

Er plant die elektrische Versorgung von Gebäuden, installiert Anlagen und ist für die weitere Planung von A bis Z verantwortlich, genauso wie für die Instandhaltung, Überprüfung und Wartung. Im praktischen Teil der Ausbildung übt Florian sein Handwerk im Betrieb aus. Klar, das Anmontieren von Steckdosen, Lichtschaltern oder Sicherungen gehört auch dazu – solche Systeme findest du zum Beispiel bei Raumklimaregelungen.

Foto: industrieblick ­- stock.adobe.com

Der Beruf des Elektronikers wird in vielen Bereichen ausgeübt.

Ruft ein Kunde an, muss der Elektroniker zur Stelle sein. Hier heißt es zuhören, Situation einschätzen und das Problem beheben. Dabei lernt man viele Menschen kennen, ob in Haushalten, in Firmen oder auf der Baustelle – der Elektroniker ist vielfältig einsetzbar. Auf der Baustelle werden beispielsweise Schlitze für elektrische Leitungen gefräst oder auch Arbeiten an sogenannten Netzwerkräumen verrichtet, wo wichtige Systeme justiert werden müssen.

 

Auch das Thema Nachhaltigkeit findet sich in diesem Beruf wieder:

Heutzutage werden Gebäude mit einem hohen Maß an Energieeffizienz gebaut. Florian möchte nach seinem Abschluss erst einmal Berufserfahrung sammeln und sich dann zum Datentechniker weiterbilden. „Die Richtung Smart­Home möchte ich ansteuern, diese Entwicklung finde ich super spannend. Alle Technik zusammenbringen, nicht nur Spielereien, sondern effizient Richtung Zukunft.“ (ba)

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