Motorenleidenschaft!

Schnelle PKWs, große LKWs, alles bewegt sich auf den Straßen. Immer mehr Personen und Güter werden transportiert, hier kommen Kfz-­Mechatroniker für PKW ins Spiel, die ein wichtiger Bestandteil in der Autobranche sind. Geht die Motorkontrollleuchte an, sollte man sich in Werkstätten Hilfe suchen. Michel ist im 2. Lehrjahr bei der Autohaus Peter Gruppe in Nordhausen und berichtet von seiner Berufsausbildung.

Kfz-Mechatroniker (m/w/d)

Worum gehts?

Vom Ölwechsel über den Austausch von verschlissenen Bremsklötzen bis hin zum kompletten Ausbau eines Motors oder Getriebes ist alles dabei. Auf dem Programm stehen Elektrik und Mechanik.

Chancen:

Nach der Ausbildung kannst du Weiterbildungen und Qualifikationen zum Servicetechniker, Serviceberater oder zum Meister machen. Ein Studium zum Betriebswirt oder Ingenieur für Fahrzeugtechnik kannst du auch anstreben.

Dauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

Du brauchst mindestens einen qualifizierten Hauptschulabschluss. Du solltest anpacken können und vor allem Interesse an Physik haben. Teamwork sollte dir Spaß machen, denn in einer Werkstatt müssen Abläufe stimmen, damit am Ende das Fahrzeug wieder verkehrssicher auf die Straße kann und niemand gefährdet wird.

Foto: Achit Tölle/Autohaus Peter

Über Michel und seine Ausbildung

Allein auf die Technik sollte man sich nicht verlassen, deshalb wird doppelt kontrolliert, Michel sieht sich die Verschleißteile des Fahrzeugs ganz genau an.

Damit hat Michel schon früh eine große Verantwortung gegenüber den PKW­-Fahrern und anderen Fahrzeugnutzern. Der Kfz-­Mechatroniker wird darauf geschult, Fehler zu erkennen, zu analysieren und sie zu beheben. Azubi Michel zählt auf, welche Voraussetzungen und Fähigkeiten wichtig sind für den Beruf: „Ein Praktikum ist wichtig, um Eindrücke zu sammeln. Technisches Verständnis, Sorgfalt, handwerkliches Geschick und Sicherheitsbewusstsein ebenso. Denn die Fehler suche der Elektrik ist die Hauptaufgabe der Kfz­-Me-

chatroniker.“ Die Arbeit als Kfz­-Mechatroniker ist mitunter körperlich anstrengend und öfter gibt es Lärm, schmutzig wird man bei mechanischen Arbeiten auch. In der praktischen Ausbildung und in der Berufsschule lernen die Azubis, wie Baugruppen und Ersatzteile heißen und funktionieren, um beurteilen zu können, ob sie in Ordnung sind oder erneuert werden müssen. „Heute reicht es leider nicht mehr aus, dass man gut schrauben und kräftig anpacken kann. Die Elektronik spielt eine große Rolle, man muss Ströme, Spannungen und Widerstände messen und auswerten können, aber keine Angst, das lernen wir in der Berufsschule“, berichtet Azubi Michel.

Autos warten, instand setzen, Diagnosen stellen, in welchem Zustand das Fahrzeug ist, ob einfache Reparaturen oder kaum lösbare technische Fälle – der Kfz­-Mechatroniker ist hier auf seinem Gebiet der Spezialist.

Der Kfz-Mechatroniker von heute hat die Unterstützung durch technische Hilfsmittel wie dem Diagnosecomputer, um alle Daten zu lesen, wenn beispielsweise eine Störung im PKW angezeigt wird. Daran kann man schon erkennen, wie sich das Handwerk insgesamt und das Berufsbild des Kfz­-Mechatronikers im Besonderen entwickelt haben. Der Bordcomputer meldet jeden Fehler. „Autos sind heutzutage wie fahrende Computer. Die Steuer­ und Regelungstechnik ist ein Bereich, der mich besonders interessiert. Im Prinzip ist es das, was das Auto intelligent macht. Wie schafft man es, physikalische Größen, die im Alltag auftreten, so umzuwandeln, dass ein Computer sie versteht und reagieren kann? Cool ist es, wenn ich ein Polizeifahrzeug umrüste, denn die Technik für Funktechnik und Blaulichtgeräte hat ein herkömmlicher PKW nicht.“

Nach der Ausbildung gibt es die Möglichkeit, sich über Weiterbildungen zum Servicetechniker, Fachwirt oder Betriebswirt zu qualifizieren.

Deine Ausbildung kann auch deine Basis werden, um in den Vertrieb zu wechseln und Kunden Fahrzeuge zu erklären und zu verkaufen. Deinem möglichen Ziel, den Meistertitel zu erlangen, steht auch nichts im Wege. Strebst du ein Studium an, kannst du dich beispielsweise zum Ingenieur für Fahrzeugtechnik weiterbilden. „Nach dem zweiten Lehrjahr möchte ich mich auf die System­ und Hochvolttechnik spezialisieren. Ich bin am neuesten Stand der Technik dabei und kann daran mitarbeiten. Der Gedanke, an den neusten Innovationen der Fahrzeugtechnik zu arbeiten, das macht mich schon stolz.“ (ba)

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