Ich kann dich jederzeit durchschauen!

Als Medizinisch‐Technischer Radiologieassistent (kurz MTRA) führst du auf ärztliche Anweisung Röntgenaufnahmen durch und nutzt verschiedene Verfahren. der Tomografie und Nuklearmedizin, um Krankheiten, Verletzungen oder körperliche Veränderungen zu entdecken und zu erschließen. Aufnahmen von Knochen und Organen, die Darstellung von Blutgefäßen und Computertomografien gehören ebenso zu deinem Alltag wie Menschlichkeit, Herzlichkeit und Empathie. In diesem Beruf begegnest du modernster Hightech‐Medizin, großen Chancen, einigen Herausforderungen, aber vor allen menschlichen Schicksalen, wie Elisa (19), Schülerin am Bildungszentrum für medizinische Heilhilfsberufe Gera, erzählt.

Radiologieassistent (M/W/D)

Worum gehts?

Medizinisch‐technische Radiologieassistenten und -assistentinnen erstellen Röntgenaufnahmen, setzen tomografische Verfahren ein und führen nuklearmedizinische Untersuchungen durch.

Dauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

Sehr wichtig sind Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und neben dem Interesse an Technik und Medizin viel Freude an der Arbeit mit Menschen.

Chancen:

Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Fachradiologietechnologe für radiologische Bildgebung und Intervention oder als Fachradiologietechnologe für radiologische und neuroradiologische Bildgebung zu absolvieren. Auch ein Studium im Bereich Medizintechnik ist möglich.

Foto: peakSTOCK – istockphoto.com

Elisas Expertise 

Elisa, wie bist du zu diesem Berufswunsch gekommen? 

Hier in unserem Hause gibt es regelmäßig Infotage und da habe ich mir spontan einmal alles angeschaut und ich war begeistert. In die medizinische Richtung wollte ich definitiv gehen und da ist die Entscheidung schnell gefallen. Ich liebe die Arbeit mit Menschen, das „Helfenkönnen“ und „FürSieDa ‐Sein“, auch wenn es einem manchmal viel abverlangt. Schließlich gibt es nicht nur positive Befunde und Resultate, aber das gehört dazu und man lernt damit umzugehen.

Wie ist deine Ausbildung strukturiert? 

Das erste Ausbildungsjahr beinhaltet vorwiegend Theorie, danach folgen einige Praktika, die wir entweder im Krankenhaus oder in Arztpraxen absolvieren. Die Fächer, die wir belegen, sind beispielsweise Mathe, Biologie, Chemie/Biochemie, Physik, Ökologie, Statistik, auch Psychologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Elektrodiagnostik, Radiologische Diagnostik, Erste Hilfe und Anatomie. Mitte des 2. Ausbildungsjahres erfolgt die Zwischenprüfung. Im 3. Ausbildungsjahr beginnt ein 30‐wöchiger Praxisblock. Am Ende dieses Blocks splitten sie die einzelnen Fachgebiete und man muss sich nun entscheiden, in welchen dieser Bereiche man sich weiterentwickeln bzw. qualifizieren möchte.

Was ist für dich das Anspruchvollste während deiner Ausbildung?

In der Theorie war es das Hauptfach Radiologie, das war mega anspruchsvoll und da hieß es: lernen, lernen, lernen. In der Praxis ist es für mich das Menschliche! Wir haben ja nicht nur mit Organen und Knochen zu tun, sondern mit Menschen und deren Ängsten, Gefühlen, Sorgen und auch manchmal Tränen. Damit umgehen zu können, bedarf es auch eines gewissen Lernprozesses.

Was gefällt dir am Besten?

Genau dieses Zwischenmenschliche! Da sein zu können, wenn ein anderer Mensch mich braucht. Dieses Gefühl treibt mich stetig voran und gibt mir auch die nötige Kraft. Und natürlich bin ich sehr dankbar über die netten Kollegen, die mich immer gut in das Team integrieren und in jeglicher Art unterstützen.

Was hat dich geprägt? Inwiefern hast du dich weiterentwickelt?

Man beginnt, über das eigene Leben und die eigene Gesundheit nachzudenken. Man achtet mehr auf sich und lebt bewusster. Schätzt viele Dinge mehr, die man früher als selbstverständlich angesehen hat. Dazu entwickelt man ein tieferes Mitgefühl und viel mehr Empathie.

Welchen Tipp würdest du einem angehenden Auszubildenden mit auf den Weg geben?

Zielstrebigkeit und die Freude am Lernen sollte man ebenso besitzen wie die Begeisterung, mit Menschen arbeiten zu wollen. Man muss einfach mit dem Herzen dabei sein. (ps)

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