Sport und Gesundheit zum Beruf machen

Paula ist 18 Jahre alt und macht eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau im Präventions- und Fitnesszentrums der Solewelt in Bad Salzungen. „Ich habe eine sehr sportliche Familie: Meine Mutter hat eine eigene Physiotherapie- Praxis, meine Schwestern sind ebenfalls Physiotherapeutin und Sport- und Fitnesskauffrau. Deshalb war die Überlegung nicht weit entfernt, dass ich diese Ausbildung auch mache.“ Wie Paulas Ausbildung verläuft, berichtet sie dir jetzt:

Sport- und Fitnesskaufleute (m/w/d)

Aufgaben

Du berätst und unterstützt Menschen, die Sport machen möchten. Du begleitest Probetrainings, erstellst Trainings- und Fitnesspläne und gibst Kurse. Während der Berufsschule lernst du kaufmännische Grundlagen kennen.

Dauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

Du solltest daran Spaß haben, mit Menschen zu arbeiten und gerne selbst Sport machen, damit du Sporttipps vermitteln kannst. In diesem Beruf arbeitest du auch mal am Wochenende, deshalb solltest du flexibel sein.

Chancen:

Während und nach deiner abgeschlossenen Ausbildung kannst du Weiterbildungen und Lizenzen in Richtung Rehabilitationssport und Prävention machen. Mit deinen praktischen Kenntnissen kannst du später beispielsweise in Reha- und Fitnesszentren arbeiten.

Paula bei der Arbeit. Foto: Paula/Solewelt Bad Salzungen

Paula, wie verläuft deine Ausbildung?

Ich berate und betreue Mitglieder des Fitnesszentrums, stelle Geräte ein und gebe auch schon Kurse. In der Schule werden die kaufmännischen Grundlagen wie Buchhaltung vermittelt. Das zieht sich bis zum Ende der Ausbildung durch. Jetzt im dritten Lehrjahr sind mehr sportliche Teile dabei, wie die Grundvoraussetzungen der Körperbewegung kennen zu lernen sowie Ernährungslehre. Ich mache gerade neben der Ausbildung noch meine Trainerlizenz und den Übungsleiter für Rehabilitationssport. Das ermöglicht mir, dass ich Rehabilitationssportkurse geben kann. Durch die Qualifikationen lerne ich den Körper noch besser kennen und kann Menschen bei ihrem individuellen Training besser beraten und helfen.

Was genau sind deine Aufgaben?

Mitglieder betreuen, Probetrainings begleiten, Trainings- und Fitnesspläne erstellen, Terminierungen und Kurse für unsere Mitglieder anzuleiten. Bevor es zu einem individuellen Trainingsplan kommt, führe ich mit den Mitgliedern Analysen durch. Hierbei werden das Körperfett, die Herzfrequenz und der Blutdruck gemessen. In der schulischen Ausbildung bekommen wir eine Grundlage dazu vermittelt und im Betrieb wird dieses Wissen dann vertieft. Das ist spannend zu sehen, wie viel man über den Körper lernen kann.

Was interessiert dich am meisten am Beruf?

Auf jeden Fall, dass es Menschen hilft. Es ist toll zu sehen, wie sich schnell Fortschritte durch das Training erkennen lassen und dass die körperliche Gesundheit im Vordergrund steht.

Was wünschst du dir für deinen Beruf?

Als Azubine stehe ich zwar am Anfang, aber bringe durch meine Weiterbildungen Erfahrung mit. Das wird aber leider nicht immer gesehen bzw. anerkannt von Kursteilnehmern. Es wäre schön, wenn uns als Auszubildenden mehr zugetraut und vor allem vertraut wird, bei dem was wir tun.

Was beobachtest du im Alltag?

Ich sehe, dass sich die Menschen durch Corona viel mehr mit der Gesundheit beschäftigen und es ein Umdenken gibt, was wirklich wichtig ist. Viele Mitglieder konnten in der Zeit nichts machen und fangen jetzt wieder an, an ihre Fitnesspläne anzuknüpfen. Muskelaufbau und Ausdauer müssen jetzt wieder ‚erarbeitet‘ werden. Viele achten dann in Kombination bereits auf die gesunde Ernährung. (ba)

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