Begeistert für andere da sein

Als Ansprechpartner für Menschen da sein, Auskunft geben, mitdenken, etwas zur Stadtgeschichte erzählen können und auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt hinweisen – all das sind Laras Stärken. Sie macht gerade eine Ausbildung in der Erfurter Tourismus und Marketing GmbH. Wie ihre Ausbildung aussieht und was ihr daran so gefällt, erzählt sie dir hier:

Kaufleute für Tourismus und Freizeit (m/w/d)

Worum gehts?

Du beantwortest Fragen rund um das Thema Sehenswürdigkeiten, kurze Wege in der Stadt, Hotelbuchungen, Events und Veranstaltungen. Der kaufmännische Part ist hier der Schrift-und Zahlungsverkehr bei Hotel- oder Ticketbuchungen.

Dauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

Du solltest gerne mit Menschen arbeiten, geduldig und verantwortungsbewusst sein und dich für Tourismus und Stadtgeschichte interessieren. Gute Englischkenntnisse sind hier von Vorteil.

Chancen:

Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung kannst du dich in verschiedenen Bereichen spezialisieren – wie im Marketing oder dem Organisieren von Stadtführungen. Du kannst auch in Reisebüros arbeiten.

Auszubildende Lara. Foto: Aline Bauerfeind

Lara, erzähl mal …

Wie bist du auf deinen Ausbildungsberuf gekommen?

Ich war auf einer Jobmesse in Erfurt und hatte mich über die WiYou.de informiert, war bei verschiedenen Ständen und bin dann auch beim Stand von der Tourismusinformation gewesen. Ich war schon immer wissbegierig und reise sehr gerne. Außerdem interessiert mich Tourismus.

Wie verläuft deine Ausbildung?

Der größte Anteil während der Ausbildung ist in der Tourismusinformation beim Kunden und dem Callcenter, weil hier die meisten Informationsgespräche geführt werden. Callcenter bedeutet, dass Anrufe reinkommen, um Führungen zu buchen, Zimmer zu reservieren oder Fragen zu Veranstaltungen zu beantworten. Mitte des ersten Lehrjahrs durften wir Azubis uns die Unterkünfte ansehen, damit wir wissen, wie die Zimmer und Wohnungen ausgestattet sind, um eine adäquate Auskunft geben zu können. Dann gibt es noch die Marketing-Abteilung, die sich untergliedert in Tourismus- und Stadtmarketing. Die Stadtführungsabteilung hat mir auch sehr großen Spaß gemacht. Hier waren meine Aufgaben, die Reiseleitung zu übernehmen und anhand von Zeitplänen zu organisieren. In der Buchhaltung war es interessant, die Theorie aus der Schule ‚praktisch‘ umzusetzen. In der Tourismusinformation direkt habe ich viel mit Ticketverkauf und Beratung zu tun. Wir haben auch einen Onlineshop, der von uns bedient wird.

Gefällt dir etwas nicht?

Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass viele Menschen trotz Urlaubs gestresst und verständnislos sind. Jetzt zu Corona-Zeiten sind viele enttäuscht, wenn sie spontan bei einer begrenzten Personenanzahl kein Zimmer mehr bekommen oder eben leider nicht zu einer Veranstaltung kommen können. Das ist echt schade, aber wir wollen uns ja alle gegenseitig schützen. Ich arbeite nichtsdestotrotz sehr gerne im direkten Kundenkontakt. Es gibt natürlich auch viele schöne Momente, zum Beispiel wenn sich Touristen über unsere Tipps freuen und den persönlichen Kontakt zu uns suchen.

Wie stehst du zur Digitalisierung im Tourismus?

Ich finde die Digitalisierung gut, aber ich finde Papier sollte nicht gänzlich verschwinden und nicht alles online abgewickelt werden. Der persönliche Kontakt zu den Menschen darf nicht verloren gehen. Wenn beispielsweise alle Buchungen nur noch online passieren, würden Arbeitsplätze wegfallen. Mir ist es wichtig, dass Traditionen aufrechterhalten werden, wie der persönliche Kundenkontakt und die positive Erinnerung an ein Gespräch. Das kann ein Online-System nicht.

Laras Empfehlung:

Künftige Kaufleute für Tourismus und Freizeit sollten offen sein, gut zuhören können und Freude daran haben, Menschen zu beraten sowie Tipps zur Stadt vermitteln können – das macht uns aus. (ba)

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