Vorsicht: Widerstand & Hochspannung!

Morice ist begeistert von seinem Job, auch wenn sein Beruf ihn gefunden hat und nicht er ihn. „Ich machte damals ein Praktikum hier im Unternehmen – allerdings in einem völlig anderen Berufsfeld und irgendwie wurde ich dann einfach vom Beruf des Mechatronikers gecatcht. Und das war gut so! Denn ich mag diese Ausbildung mit all ihren Facetten. Nun bin ich bereits im dritten Ausbildungsjahr bei Profol Performs in Greiz und mein damaliges Gefühl hat mich nicht enttäuscht.“

Mechatroniker (m/w/d)

Worum gehts?

Als Mechatroniker erlernst du das Messen, Prüfen, Montieren, Demontieren, Warten und Reparieren von Maschinenteilen, hältst Systeme instand, programmierst oder installierst Steuerungen und arbeitest mit mechanischen, elektronischen und elektrischen Bauteilen und Baugruppen.

Dauer: 3,5 Jahre

Voraussetzungen:

Du solltest handwerkliches Geschick mitbringen, Feingefühl und natürlich auch Interesse für Technik, ebenso wie gute Noten in Informatik, Mathematik und Physik.

Chancen:

Du kannst dich zum Industriemeister oder zum Techniker weiterbilden oder ein Maschinenbau­-Studium beginnen.

Foto: Petra Schmieder

Zu Morice’ Aufgaben gehören unter anderem die Wartung, die Optimierung und kleinere Reparaturen.

Aber auch die Fehleranalyse in mechanischen, hydraulischen, elektrischen und elektronischen Systemen, die Eingrenzung der Fehlerursache und die Behebung der Mängel, die Programmierung von Systemen und Steuerungen. „Nur ein kleiner Fehler kann eine komplette Anlage außer Betrieb setzten. Diesen Fehler zu finden, zu analysieren, um ihn zu beheben, ist wirklich spannend.“

Der 19­-Jährige erzählt, dass man so etwas wie Routine und Langeweile in diesem Beruf nie erleben wird.

Die Fehlersuche sei manchmal reinste Detektivarbeit. „Das ist aufregend und spannend und manchmal auch total verzwickt. Und je schwerer und komplizierter das Beheben des Fehlers ist, umso stolzer ist man am Ende, die Anlage wieder zum Laufen gebracht zu haben. Das steigert auch das Selbstbewusstsein. Zu Beginn der Ausbildung war ich eher ruhig und zurückhaltend, heute bin ich mental viel stärker und viel selbstbewusster geworden.“

Im ersten Ausbildungsjahr steht das Erlernen grundlegender Techniken im Vordergrund.

Zudem erlernte er das Löten, Kleben, Schweißen, Feilen, Sägen und Bohren und machte bereits kleinere Reparaturen. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr werden die Aufgaben anspruchsvoller und komplexer. Dann werden bereits Maschinensysteme des Ausbildungs­betriebs programmiert, erneuert, bedient und repariert oder Betriebssoftware installiert, erzählt Morice.

Ebenso lernt er alle gängigen Prüf-­, Diagnose-­ und Messverfahren kennen. „Ab dem zweiten Ausbildungsjahr können wir bereits selbstständiger agieren und auch schon kleinere Arbeiten erledigen. Meine erste Steckdose anzubringen, war schon ein ganz besonderes Highlight.“

In der Berufsschule werden neben Fächern wie Mathe, Wirtschaft, Technik, Deutsch und Englisch unter anderem diese Lernfelder unterrichtet:

die Herstellung mechanischer Teilsysteme, Installation elektrischer Betriebsmittel unter Beachtung sicherheitstechnischer Aspekte oder auch die Kommunikation mit Hilfe von Datenverarbeitungssystemen. Zudem finden externe Lehrgänge und Trainings statt, um das fachliche Wissen in allen Bereichen auszubauen. „Das ist super, denn so haben wir die Chance, nicht nur das Know-how unseres Ausbildungsbetriebes vermittelt zu bekommen, sondern den gesamten Ausbildungsberuf des Mechatronikers in alle Richtungen und Bereiche auszuschöpfen, um alles zu erlernen was wichtig, bedeutend und relevant für diesen Berufszweig ist.“

Dieser Beruf ist nicht nur abwechslungsreich, sondern auch anspruchsvoll.

Man sollte handwerklich geschickt sein und konzentriert arbeiten. Angehende Mechatroniker sollten Interesse und Spaß an Mechanik, Elektronik und Informatik mitbringen sowie gute Mathe­ und Physikkenntnisse. Morice sagt: „Man braucht oft Geduld, Besonnenheit und Fingerspitzengefühl! Man darf nie aus den Augen verlieren, womit man es letztendlich zu tun hat – sonst steht am Ende nicht nur die Anlage unter Spannung!“ (ps)

Dein Traumberuf?

Dann finde bei BerufeMAP.de alle Unternehmen, die eine Ausbildung in diesem Bereich anbieten:

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