Mit Deutschlandstipendum am Ball bleiben

Die Ausbildung meistern und danach erfolgreich dual studieren, arbeiten und gleichzeitig Fußball spielen? „Alles unter einen Hut bekommen“ – das kann eine richtige Herausforderung sein. Aber Laura hat alles im Griff: Dafür wurde die 23-Jährige Ende 2021 mit dem Deutschlandstipendium belohnt.

 
Das Deutschlandstipendium ist ein Stipendienprogramm, das im Sommersemester 2011 ins Leben gerufen wurde. Das Programm vergibt Stipendien für besonders begabte Studierende an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen innerhalb Deutschlands. Die Studierenden, die ein Stipendium bekommen, nennen sich Stipendiaten. Sie erhalten ein Jahr lang 300 Euro im Monat. Die Fördergelder kommen von ausgewählten Förderern wie Stiftungen oder Wirtschaftsunternehmen.

 

 

Nachdem Laura ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beim Landratsamt Schmalkalden-Meiningen erfolgreich beendet hat, hat sie sich dazu entschieden, Betriebswirtschaftslehre zu studieren.

„Mir ist einfach aufgefallen, dass ich bereit war, noch mehr zu lernen“, erinnert sich die Studentin. Ihr Studium findet an der Hochschule (HS) Schmalkalden statt. Da Laura dual studiert, besucht sie während der Theoriephase Seminare und Vorlesungen. In der Zeit ihrer Praxisphasen hingegen arbeitet sie bei ihrem Praxispartner Viba Sweets. Inzwischen ist sie eine von 25 Studierenden der HS Schmalkalden, die das Deutschlandstipendium bekommen haben: „Das fand ich total überraschend, damit hätte ich niemals gerechnet.“

Aber nicht nur die guten Noten im Studium sind der Grund dafür, dass Laura zur Stipendiatin wurde:

„Soziales Engagement und der persönliche Werdegang – das zählt auch mit rein.“ Sie selbst engagiert sich ehrenamtlich im Fußballverein ESV Lok Meiningen, indem sie die jährlich nachkommende Jugend integriert und dafür sorgt, dass respektvoll miteinander umgegangen wird. Denn was Laura am meisten an ihrem Sport gefällt, ist der Teamgeist: „Wenn wir auf dem Feld stehen und zusammen gegen eine Mannschaft spielen, dann haben alle das gleiche Ziel.“ Außerdem schafft der Sport Abwechslung und den Ausgleich, den Laura für ihren Arbeitsalltag braucht. „Nach einem Arbeitstag fehlt mir die Bewegung und da kommt mir der Fußball natürlich gelegen“, erklärt sie.

Bei dem Süßwarenunternehmen Viba Sweets kann die Studentin nützliche Praxiserfahrungen sammeln.

„Ich durchlaufe dort so ziemlich alle Bereiche, die für mich in der Betriebswirtschaftslehre relevant sind.“ Laura ist hautnah dabei, wenn es darum geht, wie das Produkt an den Kunden kommt, also wie sie am besten Schokolade verkauft.

Fotos: Privat

Aber nicht nur der Ausgleich im Sport hilft ihr, den Alltag zu meistern: Von Vorteil ist auch, dass ihr duales Studium so ähnlich aufgebaut ist wie ihre vorangegangene duale Ausbildung. Dadurch kommen ihr einige Schwerpunkte bekannt vor, weshalb sie gut an ihnen anknüpfen kann.

Was aber Lauras Hobby, ihre Ausbildung und ihr Studium gemeinsam haben:

ihr Heimatort. Die Wasungerin ist mit dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen eng verbunden. Wasungen ist vor allem für den Karneval bekannt. „Das ist wirklich das Fest, das Wasungen in der Region auszeichnet, weil die Leute kommen von sonst woher – Da ist immer der Gaudi los.“ (ak)

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