Social Media in der Berufsorientierung: Gewusst wie!

Wenn du einmal kurz an den Berufswunsch deines fünfjährigen Ichs zurückdenkst, fallen dir wahrscheinlich Wünsche wie Prinzessin, Fußball­-Profi oder Tierarzt ein. Schneller als man denkt, steht man plötzlich erneut vor der Frage: Was will ich eigentlich werden? Und schon neigt sich die Schulzeit dem Ende und man muss sich ernsthaft darüber Gedanken machen und informieren.

Wenn du zehn Minuten Zeit hättest, deinen späteren Beruf auszuwählen, wie würdest du vorgehen?

Würdest du zu einer Broschüre oder einem Buch greifen? Oder würdest du dir eher dein Smartphone schnappen, um Google oder Social Media zu verwenden? Rund ein Viertel der Jugendlichen informiert sich über die spätere Berufswahl bereits durch die sozialen Medien. Während sich Twitter, Facebook oder Xing hierbei nicht allzu großer Beliebtheit erfreuen, sind YouTube, Instagram und TikTok die Spitzenreiter im Rennen.

Wir geben dir hilfreiche Tipps, wie du die einzelnen Netzwerke am besten als Recherche­-Werkzeug für (d)einen Traumjob und ein passendes Unternehmen nutzen kannst:

INSTAGRAM: Schaufenster in das Betriebsklima

  • Nutze für die Berufssuche die Funktionen von Standort und Hashtags wie zum Beispiel #ausbildung #karriere #jobbörse oder #instajob.
  • Hast du einen spannenden Beruf gefunden, kannst du über die Hashtags wie zum Beispiel #maurer #bürokauffrau oder #zerspanungsmechaniker spezifische Unternehmen finden, die den Beruf ausbilden.
  • Besuche die Profile der Unternehmen, um einen Einblick in die Kultur zu bekommen, die Kollegen zu sehen, den Arbeitsalltag zu entdecken und die Betriebsräume zu erkunden.
  • Schaue dir auch die Story­-Highlights an, um einen noch tieferen Einblick zu bekommen.
  • Viele Unternehmen nutzen Instagram auch konkret für Zukünftige. Hier bekommst du auch Tipps, wie du dich am einfachsten bewirbst, Fakten zu den jeweiligen Ausbildungsberufen, welche Perspektiven du hast, Freizeitangebote in der Umgebung und einzelne Geschichten von den Mitarbeitern.
  • Informieren kannst du dich unter @wiyoumagazin, bei Jobbloggern wie zum Beispiel @perspektive_nordthueringen @jobblogger, sowie auf den Profilen öffentlicher Stellen wie @karriereheimat @ihkerfurt @ihk_ostthueringen @hwk_erfurt @hwk_gera @ausbildung. Da bekommst du außerdem die Möglichkeiten, dich über eine Online­Sprechstunde, einer Hotline oder digitalen Ausbildungsmessen beraten zu lassen

YOUTUBE: Arbeitsalltag live entdecken

  • Gib deinen Wunschberuf ein und sieh, was er dir in der Praxis zu bieten hat. Schaue dir dazu Dokumentationen, Imagevideos oder Erfahrungsberichte an.
  • Stöbere Kanäle wie Ausbildung.de oder Karriereguru durch. Hier findest du allgemeine Informationen von Ausbildungsberufen bis hin zu Tipps für das erste Vorstellungsgespräch.
  • Auch die Unternehmen sind auf YouTube vertreten. Durch Image­ oder Azubivideos kannst du dir bereits einen ersten Eindruck vom Arbeitsalltag, den Produkten, den künftigen Kollegen und der Firma bekommen. Hier kannst du sehen, was dich nach deiner Bewerbung erwarten wird.
  • PS: Falls du noch gar keine Ahnung hast, ob du eine Ausbildung, ein Studium, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ähnliches machen willst, dann kann dir YouTube auch dabei behilflich sein. Gib in der Suchleiste ein, worüber du dich informieren willst und los geht’s.

TIKTOK: Das Netzwerk für junggebliebene Firmen

  • Mit Hashtags kannst du auch bei TikTok auf Berufssuche gehen. Nutze dabei Hashtags wie #ausbildungsberufe #meineausbildung #ausbildung oder #karriere.
  • Auf Seiten wie zum Beispiel @meine_ausbildung oder @karriereguru kannst du dich ebenfalls informieren. Hier werden dir alle möglichen Jobs vorgestellt und ein paar Hilfestellungen bezüglich Bewerbung etc. gegeben.
  • Wenn du deinen Traumjob gefunden hast, dann kannst du genau wie bei Instagram über #kfzmechatroniker oder #optiker noch das passende Unternehmen ausfindig machen. Da die Plattform noch recht neu auf dem Markt ist, kannst du vor allem sehr moderne Firmen finden.
  • Der große Vorteil von TikTok ist, dass du durch das Kurz­-Video­-Konzept den Betrieb sehr authentisch kennenlernen kannst. Durch die kurzen ungezwungenen Videos vom Arbeitsalltag und den Mitarbeitern kannst du das Unternehmen von einer ganz anderen Seite betrachten.

Hast du einen Betrieb gefunden, der spannend klingt? Wirf auch unbedingt einen Blick auf ihre Website. Oftmals findest du hier die meisten Informationen, wann und wie du dich am besten bewirbst. Außerdem bekommst du hier auch oft Ansprechpartner genannt, bei denen du Fragen loswerden kannst. Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Ausbildungssuche!

Diese Tipps waren hilfreich für dich? Für diesen Beitrag stand uns Pia Jäger von der Agentur Intent Brands zur Seite. Intent Brands unterstützt Unternehmen dabei, mithilfe von Arbeitgeber-Marketing die passenden Mitarbeiter zu gewinnen. Zur Website von Intent Brands

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