„Feld“-Studien

Draußen auf dem Feld oder drinnen im Stall – dort findet man Bauern und Landwirte. Aber: Nicht nur dort! Manche sitzen auch im Hörsaal. Eine Zeit lang. Nämlich dann, wenn Agrarmanagement auf dem Studienplan steht. Hier geht es neben den Grundlagen der Landwirtschaft auch um die ökonomischen Inhalte. Das heißt, die Studierenden lernen nicht nur, was die Tiere fressen, sondern auch, wie man einen Agrarbetrieb so führt, dass man das Futter auch langfristig bezahlen kann und im besten Fall auch noch Gewinn macht.

Agrarmanagement

Genau dein Ding, wenn:

  • du gern auf dem Feld arbeitest.
  • aber auch karrieremäßig vorankommen willst.
  • und dich der Bereich Unternehmensführung interessiert.

Eher nichts für dich, wenn:

  • du dich bei organisatorischen Aufgaben verzettelst.
  • und eigentlich die Arbeit auf dem Feld dem Papierkram vorziehst.
  • an der Landwirtschaft nur der Teil mit der Wirtschaft was für dich ist.
Fachschule für Agrarwirtschaft in Stadtroda

Foto: Budimir Jevtic ­- stock.adobe.com

Los geht es mit den landwirtschaftlichen Grundlagen.

Denn um wirtschaftlich handeln zu können, muss man wissen, wie Landwirtschaft überhaupt funktioniert. Dazu gehören Pflanzenkunde, Nutztierhaltung, Gartenbauwissenschaft, Meteorologie und auch ingenieurwissenschaftliche Inhalte. Das klingt erstmal ungewöhnlich, ist aber wichtig, denn auch in der Landwirtschaft kommt immer mehr und immer modernere Technik zum Einsatz – gerade dann, wenn es um die Wirtschaftlichkeit geht. Und genau diese zieht dann in Form von Betriebs- und Volkswirtschaftslehre auf dem Studienplan ein.

Sitzen die Grundlagen, kommt nach und nach all das, was man auch in anderen Branchen für die erfolgreiche Führung eines Unternehmens braucht, hinzu.

Also Marketing, Personalmanagement, Rechnungswesen und Finanzmanagement. Und weil das heutzutage auch in der Landwirtschaft nicht mehr nur im Kopf, oder mit Zettel und Stift gemacht wird, gibts außerdem Controlling sowie Managementprogramme und die entsprechende Software. Wichtig ist darüber hinaus, dass man lernt, wie berufliche Aufgaben selbstständig bearbeitet werden und wie man sich flexibel an häufig verändernde Bedingungen anpasst, denn die Anforderungen an die Agrarwirtschaft verändern sich stetig.

Wenn es beispielsweise um die Erzeugung von Biomasse, das Verringern des Energieverbrauches oder ökologisch angebaute Pflanzen geht. Das sieht nach einer Menge Fachwissen und Theorie aus – aber keine Sorge, es wird nicht nur mit Büchern gelernt. Je nach Hochschule gibt es verschiedene Übungsarbeitsplätze, Labore, schuleigene Felder oder auch Kooperationen mit Instituten und Unternehmen, die engen Bezug zur Praxis ermöglichen.

Ebenso abhängig von der Hochschule ist die Ausrichtung des Studiums.

So können auch Erdkunde, Sozialwissenschaften oder Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Hier sollte nach eigenen Interessen und beruflichen Plänen das passende Studienangebot ausgewählt werden. Auch die Studiendauer, Voraussetzungen und Abschlüsse sind sehr unterschiedlich. In Thüringen zum Beispiel bietet die Fachschule für Agrarwirtschaft in Stadtroda die Möglichkeit, sich zum staatlich geprüften Agrarbetriebswirt – Fachrichtung Landwirtschaft zu qualifizieren. Allerdings muss man dafür eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem der Grünen Berufe nachweisen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss …

… finden Absolventen des Agrarmanagementstudiums ihre Arbeitsplätze in landwirtschaftlichen Betrieben der Tierhaltung und des Pflanzenbaus, zu Letzteren gehören beispielsweise auch Gemüse und Obstbaubetriebe. Zudem sind sie in landwirtschaftlichen Genossenschaften, im Landhandel, im Versuchswesen und in der landwirtschaftlichen Beratung tätig, sowie darüber hinaus bei  Landwirtschaftskammern oder in der Agrarverwaltung. (mü)

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