Besonderes in jedem Raum

Auf Pinterest sind deine virtuellen Pinnwände voll mit Gestaltungsideen für dein Zimmer oder deine zukünftige Wohnung und auf Instagram folgst du den Hashtags #interior und #interiordesign (englisch für Inneneinrichtung und Raumgestaltung). Du freust dich, wenn du deiner Umgebung deine eigene Note geben kannst. Womit du auf Social Media bei schicken Fotos viele „Gefällt­-mir”-­Angaben bekommst, kannst du auch zu deinem Beruf machen – als Raumausstatter.

Raumausstatter (m/w/d)

Worum gehts?

Als Raumausstatter gestaltest du Räume nach Kundenwunsch – von der Gardine über die Tapete bis zum Boden und Polstermöbeln.

Dauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

Für diesen Beruf brauchst du handwerkliches Geschick, einen Blick für Gestaltung sowie Fingerspitzengefühl. Da du viel berechnen musst, sind Mathekenntnisse wichtig.

Chancen:

Du kannst eine Weiterbildung zum Raumausstattermeister machen und hast die Möglichkeit Innenarchitektur oder Bühnen­- und Kostümbild zu studieren.

Foto: Sandra Böhm

Luisa ist im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung zum Raumausstatter bei dem Raumausstattungsfachmarkt TTM in Altenburg.

„Ich wollte schon immer etwas Handwerkliches und etwas Kreatives machen. Ich kann nicht den ganzen Tag im Büro sitzen, sondern möchte am Ende des Tages sehen, was ich geleistet habe“, erzählt die 20­-Jährige. Sie habe sich im Internet informiert und sei so auf den Beruf des Raumausstatters gekommen.

Ihre Aufgaben sind sehr vielfältig.

Sie berät Kunden im Geschäft zu Teppichen, Untergründen und Materialien, fährt mit Kollegen den Kunden nach Hause und nimmt dort das Aufmaß. Dabei schaut sie auch, was vor Ort überhaupt möglich ist. Sie inspiziert dabei auch den Untergrund: Um welchen handelt es sich? Muss er aufbereitet werden? Ähnlich geht sie auch bei der Beratung von Gardinen vor. Auch das Auspacken der Ware sowie das Fahren zur Baustelle, um dort Böden zu verlegen, zu tapezieren und Gardinen zu montieren, gehören zu ihrem Job.

Das Tätigkeitsfeld von Raumausstattern ist in vier Bereiche geteilt:

Fensterdekoration, Fußboden, Tapezierarbeiten und Polstern. Letzteres hat Luisa in ihrer Ausbildung nur in einem kleinen Anteil, da Polsterarbeiten bei TTM nicht angeboten werden. In der Berufsschule in Leinefelde, der Staatlichen Berufsbildenden Schulen Eichsfeld (SBBS), erlernt sie jedoch das grundlegende Aufbereiten von Möbeln. Darüber hinaus erfährt sie dort beispielsweise, welche Tapetenarten es gibt. Das Besondere an ihrer Berufsschulklasse ist, dass dort Raumausstatter­-Azubis aus ganz Deutschland zusammenkommen. Neben der Berufsschule und der Arbeit im Unternehmen absolvieren sie auch Lehrgänge fürs Nähen, Tapezieren, Polstern und Bodenverlegen. In kleinen Kabinen führen sie die ihnen gestellten Aufgaben aus.

„Am meisten Spaß macht mir das Dekorieren von Gardinen“, erzählt Luisa.

„Ich mag das Hin­ und Herrücken, bis alles perfekt sitzt. Was mir an dem Beruf auch sehr gut gefällt, ist die Vielseitigkeit.“ Es wirke womöglich so, als würde sie oft das gleiche machen, aber das sei nicht so. „Mal ist es ein anderer Gardinenstoff und die Kunden und die Umgebungen vor Ort sind immer verschieden.“

Das Nähen habe sie zwar erst während ihrer Ausbildung gelernt, ein Händchen für Deko und Gestaltung hatte Luisa aber schon immer.

„Ich rücke gerne Dinge hin und her, habe viele neue Ideen und räume auch mein Zimmer öfter um.“ Der Beruf des Raumausstatters sei etwas für Menschen, die die Vielseitigkeit mögen, so Luisa. Sie sollten handwerkliches Geschick, Kreativität und Fingerfertigkeit mitbringen. „Außerdem sollten sie gerne mit Menschen arbeiten und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sowie ein gutes Augenmaß haben.“ Des Weiteren sind Mathe­- und Deutschkenntnisse für die alltäglichen Berechnungen sowie Beratungen von Kunden sehr wichtig. Da Raumausstatter viel zu ihren Kunden nach Hause fahren, ist auch ein Führerschein notwendig. Die Prüfung dafür kann jedoch auch im Laufe der Ausbildung absolviert werden. (sa)

Dein Traumberuf?

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