Lebensretter und Technikversteher 

Ohne sie darf niemand ins Wasser: Die Fachangestellten für Bäderbetriebe. Umgangssprachlich sind sie als Bademeister bekannt, dabei trifft es diese Bezeichnung nicht ganz. Neben ihrer lebenswichtigen Aufgabe, dem Überwachen der Badegäste, übernehmen sie zahlreiche weitere bedeutsame Aufgaben.

Fachangestellte für Bäderbetriebe (m/w/d)

Worum gehts?

Als Fachangestellter für Bäderbetriebe beaufsichtigst du in Thermen, Frei-­ und Hallenbädern die Badegäste und gibst Kurse. Auch die technische Überwachung zählt zu deinen Aufgaben.

Dauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

Du solltest gut schwimmen können und fit sein. Außerdem sind Chemie-Kenntnisse von Vorteil.

Chancen:

Es gibt zahlreiche Kurse, mit denen du dich weiterbilden kannst. Auch die Weiterbildung zum Meister für Bäderbetriebe (Schwimmmeister) steht dir offen, genauso wie ein Studium in Sportmanagement oder Gesundheitssport.

Fotos: Sandra Böhm

Angelina ist begeistert von ihrem Job: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.“

Die 20-­Jährige hat im Februar ihre Ausbildung im Sportpark Apolda abgeschlossen und ist nun Fachangestellte für Bäderbetriebe. Zuvor ist sie jahrelang im Verein geschwommen und hat an Wettkämpfen teilgenommen. In der Schwimmhalle hat sie auch den Flyer mit dem Hinweis auf die Ausbildung entdeckt.

Nun ist sie sowohl im Freibad als auch in der Schwimmhalle in Apolda tätig.

Zu ihrer Arbeit zählen viele technische Aufgaben. Sie wartet, bedient, überwachtet und pflegt die Technik – insbesondere im Schwimmbad aber auch im Freibad. Dazu zählen zum Beispiel Filter und die Umwälzpumpe – das Herzstück einer jeden Schwimmhalle, die dafür sorgt, dass das Wasser in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert. Zweimal pro Woche werden die Filter von ihr und ihren Kollegen durchgespült, um die Wasserqualität zu sichern. Diese muss jedoch jeden Tag kontrolliert werden. Darüber hinaus gibt sie Schwimmkurse und führt Reinigungsarbeiten durch.

Den theoretischen Input ihrer Ausbildung hat Angelina an dem Beruflichen Schulzentrum für Gesundheit und Sozialwesen in Chemnitz erhalten.

Blockweise lernte sie dort, wie sie die Wasserwerte kontrolliert und die Technik funktioniert. Zwei Wochen verbrachte sie außerdem in einem außerbetrieblichen Praktikum. Angelina hatte sich dafür für den Rettungsdienst entschieden. „Gerade hier im Freibad müssen wir viel erste Hilfe leisten“, erzählt sie. Darüber hinaus spielte Schwimmen auch eine große Rolle in ihrer Ausbildung.

„Ich habe versucht, jede Woche mindestens einmal im Wasser zu sein.

Vor der Schwimmprüfung bin ich natürlich viel mehr geschwommen.“ Zudem musste sie den Rettungsschwimmer­-Lehrgang in Silber absolvieren. „Der Rettungsschwimmer ist ein Abzeichen wie das Seepferdchen, nur viel anspruchsvoller. Um die Vorgaben zu schaffen, musste ich trainieren. Dazu gehörte eine ganze Bahn tauchen, verschiedene Strecken in einer bestimmten Zeit schwimmen und 300 Meter in Klamotten, in dem Fall eine komplette Maleruniform, schwimmen“, erinnert sich Angelina. Außerdem gehören das Transport­schwimmen sowie verschiedene Griffe, um Ertrinkende zu retten, dazu.

Ein Lernfeld, das Angelina an der Berufsschule gelernt hat, und das sie täglich im Frei­- und Schwimmbad anwendet, ist das Bäderwesen.

„Dort hat man den Umgang mit Badegästen gelernt, wie man mit Konflikten umgeht und die Haus-­ und Badeordnung“, erklärt sie. Denn nicht mit jedem Gast kann in der gleichen Art und Weise umgegangen werden. Menschenkenntnis ist in diesem Beruf sehr wichtig.

Anspruchsvoll ist dieser Beruf nicht nur, wenn die Fachangestellten für Bäderbetrieb in den ersten beiden Stunden eines Schwimmkurses mit ins Wasser gehen oder am Beckenrad Aquafitness­-Kurse geben, sondern auch wenn sie bei heißen Temperaturen das Freibad überwachen.

Um die 2000 Gäste muss Angelina dann im Blick behalten, Situationen richtig einschätzen und sich auf keinen Fall ablenken lassen. „Es muss einem ständig bewusst sein, dass es hier um Menschenleben geht“, sagt die 20­-Jährige eindringlich. (sa)

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