Tierlieber Experte für groß und klein

Die Plätze dafür sind heiß begehrt: Ein Ausbildungsplatz zum Tierpfleger. Tiere füttern, sie beschäftigen, bei der Geburt von Jungtieren ganz nah dabei sein und den ganzen Tag im Zoo verbringen. Für viele ist das ein Traum. Nils hat ihn sich erfüllt.

Tierpfleger (m/w/d)

Worum gehts?

Als Tierpfleger kümmerst du dich um die Versorgung von Tieren. Du mistest ihre Ställe aus, fütterst, beschäftigst, züchtest und pflegst sie.

Dauer: 3 Jahre

Voraussetzungen:

Viele Zoos und Tierparks erwarten mindestens ein Praktikum in diesem Bereich. Zudem solltest du gut in Biologie und Mathe sein.

Chancen:

Es gibt die Weiterbildung zum Tierpflegemeister, die du an deine Ausbildung anschließen kannst. Auch ein Tiermedizin-Studium ist möglich.

Foto: Sandra Böhm

Nils ist bereits seit fast zehn Jahren Tierpfleger im Tierpark Gera.

Dort hat er damals auch seine Ausbildung gemacht. Er empfiehlt Schülern, dass sie vor ihrer Bewerbung mindestens ein Praktikum im Zoo absolvieren sollten. Gern gesehen sei auch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Inzwischen ist er für die Tiere im Raubtierrevier zuständig. Seine Leidenschaft zur Raubtierpflege habe sich während seiner dualen Ausbildung entwickelt. „Ich bastle gerne für die Tiere. Katzen und andere Raubtiere gehen damit ganz anders um als zum Beispiel ein Schaf“, erklärt der 29-­Jährige.

Als Zootierpfleger-­Azubi ging es für ihn für den Unterricht an die Peter-Lenné-Schule nach Berlin.

„Im ersten Lehrjahr ist man eigentlich kaum in seinem Zoo. Die ersten vier Wochen war ich damals in Gera, dann ging es zur Berufsschule und dann nach Leipzig“, sagt er. Insgesamt 30 Wochen sind die Auszubildenden im Leipziger Zoo für ihre überbetriebliche Ausbildung. Dort lernen sie den Umgang mit den Tieren, die es in Gera nicht gibt. Das sind zum Beispiel Fische und andere Tiere im Aquarium und Terrarium. „Am meisten hat mir dort die Pflege der Robben gefallen. Das Spielen mit ihnen, aber auch das Kommentieren der Fütterungen und das Training“, erinnert sich Nils.

Auch im Tierpark Gera müssen die Auszubildenden mit anpacken, beispielsweise wenn ein Rind in der Narkose umgelagert werden muss.

Grund ist es als Tierpfleger wichtig, körperlich fit zu sein. „Man sollte schon in der Lage sein, einen Eimer Sand von A nach B zu tragen, oder beim Dekorieren von Gehegen Äste halten zu können“, so Nils. Neben der Arbeit mit den Tieren ist er gerne in der Futterküche. Dort kommt es auch vor, dass man kleine Tiere wie Mäuse oder Hühner schlachten muss.

Damit beim Berechnen der Futtermenge nichts schief geht, sind gute Mathekenntnisse wichtig.

Die Zwergseidenäffchen, um die sich Nils kümmert, bekommen künstlichen Baumsaft, den er anrühren muss. Bei manchen Tieren, wie etwa dem Schuppentier, müssen die Futtermittel ganz akkurat gemessen werden. Darüber hinaus sind eine hohe Flexibilität, Geduld und Ruhe für den Beruf wichtig. Nils erklärt: „Schon in der Ausbildung muss man flexibel sein, wenn man ständig zwischen Gera, Leipzig und Berlin wechselt. Aber auch im Berufsalltag. Zum einen müssen wir auch am Wochenende arbeiten. Zum anderen müssen wir ständig umdenken. Im Frühling sind zum Beispiel alle Muttertiere aggressiver. Und auch zwischen den Tierarten muss ständig umgedacht werden. Vögel fängt man zum Beispiel so, dass man zuerst den Schnabel zuhält. Würde man das aber bei einem Pelikan tun, würde er ersticken, weil er keine Nasenlöcher hat.“ Außerdem sollte man als Tierpfleger kreativ und gut im Beobachten sein. Ein Beispiel: Das Geraer Zwergseidenäffchenpaar hat keinen Nachwuchs gezeugt. Schließlich stellte sich heraus, dass die Pumpe im Gehege für die winzigen Äffchen störend vibrierte. Mit ein paar gefalteten Jutesäcken darunter war das Problem schnell behoben.

Übrigens:

Die Ausbildung zum Tierpfleger gibt es nicht nur in der Fachrichtung Zootierpflege. Du kannst auch Tierpfleger in den Bereichen Forschung und Klinik oder Tierheim und Tierpension werden. (sa)

Dein Traumberuf?

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