Kunst = Mensch = Kreativität = Freiheit

Den Begriff Kunst kannst du vielen Bereichen zuschreiben, ob Architektur, Malerei, Musik, Holzverarbeitung oder Kirchengestaltung. Sie haben gemeinsam, dass am Anfang eine Idee steht und es dann an die kreative Umsetzung geht. An der Bauhaus-­Universität Weimar bedeutet Kunst zu studieren, dass die Studierenden frei sind, in allen Medien und mit allen Materialien zu arbeiten und sich zu entfalten.

Freie Kunst – Diplom-Studiengang

Genau dein Ding, wenn:

  • du fantasievoll und neugierig bist
  • du später praktisch und kreativ arbeiten möchtest
  • du dich für Kunstgeschichte interessierst

 

Eher nichts für dich, wenn:

  • du dir nicht vorstellen kannst, in Werkstätten zu arbeiten
  • du geregelte Tagesabläufe brauchst
  • Projektarbeiten dir nicht zusagen

Foto: stock.adobe.com

Für diesen Studiengang brauchst du Abitur oder Berufserfahrung in einem ähnlichen Bereich sowie die bestandene Eignungsprüfung.

Für das Studium sind Erfahrungen wie Praktika von Vorteil, aber keine zwingende Voraussetzung. Vor deinem Start bewirbst du dich mit einer Mappe. Hierbei wird geprüft, ob du künstlerische und gestalterische Fähigkeiten besitzt.

Die Mappe:

Hier streiten sich die (Künstler)Geister. Auf der einen Seite willst du beweisen, dass du vielfältig arbeiten kannst und dich mit verschiedenen Themen auseinandergesetzt hast. Auf der anderen Seite ist es wichtig zu zeigen, dass du dich mit einem Thema intensiv beschäftigt hast und damit dein Spektrum definierst. Es sollte ein Thema sein, das dich interessiert und mit dem du dich ausgiebig beschäftigt hast. Ob es Graffiti, Malerei, Fotografie oder Keramik ist, du bist in der Themenfindung frei. Starte jetzt richtig durch: Thema wählen, durch­ und abarbeiten und präsentieren. So wird es auch später in den Projekten sein, die dich im Studienalltag beschäftigen werden.

Die Eignungsprüfung ist in verschiedene Etappen gegliedert:

Du bewirbst dich online. Wenn du beispielsweise bereits eine Berufsausbildung als Holzbildhauer absolviert hast, solltest du das erwähnen. Zu deiner Bewerbung gehören ein Motivationsschreiben, die gewählte Studienrichtung, Lebenslauf, deine Zeugnisse und das Wichtigste: deine Mappe. Ist das geschafft und deine Mappe wird ausgewählt, so wirst du zum Eignungstest eingeladen. Ist dieser Schritt auch gegangen, wirst du zum Eignungsgespräch gebeten und zeigst final, wer du bist und was du kannst.

Was passiert im ersten Semester?

Mit den sogenannten ‚Wechselstrom­-Projekten‘ geht es los. Lehrpersonal stehen dir mit Inhalten und einer Bandbreite an Medien zur Seite, um dich als Kunstschaffenden zu unterstützen. Du belegst Kurzprojekte in den künstlerischen grundlegenden Disziplinen wie Objekt, Skulptur, Installation, Experimentelle Malerei und Zeichnung sowie Kunst im sozialen Raum. Dadurch erhältst du Einblicke in die verschiedenen Arbeitsweisen der Disziplinen. Parallel belegst du Einführungsveranstaltungen und nimmst an Werkstattkursen teil, die dich darauf vorbereiten, später selbstständig künstlerisch zu arbeiten. Du hast auch Kurse, die aus Vorträgen, Workshops und Künstlergesprächen bestehen.

Was bedeutet es, freie Kunst zu studieren?

Ob mit Video, Bildhauerei oder Fotografie, du bist frei, deine eigenen Projekte zu verwirklichen. Es geht darum, eine Idee zu entwickeln, aufzuzeigen, wie der rote Faden gesponnen wird und das fertige Produkt zu präsentieren. Während der Studienzeit bist du ebenso in Projekte eingebunden und kannst auf Exkursionen gehen. Du hast die Möglichkeit, mit fast jedem Material zu arbeiten. Hier kannst du dich in den Holz­, Kunststoff­, Textil­ und Metall­, Keramik­ sowie in Video­ und Fotografie-Werkstätten austoben.

Am Ende des Studiums schaffst du dir deinen eigenen Job.

Du kannst als Kunstschaffender deine eigenen Kunstwerke in Ausstellungsorten oder Galerien präsentieren und verkaufen oder als Kurator arbeiten. Weitere Perspektiven findest du in der Kunstvermittlung und Kunstforschung von modernen Medien. (ba)

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