Innovative Köpfe: Jugendliche erkunden die MINT-Welt beim Future Tech Camp 2023

Am 14. August 2023 ging das Future Tech Camp in Erfurt in die dritte Runde. Die 13 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bekamen in den fünf Camp-Tagen Einblicke in interessante Zukunftstechnologien, probierten sich an der Lösung von technischen und naturwissenschaftlichen Anwendungsaufgaben aus und tauchten gemeinsam mit Gleichgesinnten ihres Alters in spannende Themen und aktuelle Fragen aus der MINT-Welt ab.

 

Future Tech Camp 2023 Erfurt

Foto: Ina Brodkorb

Die jugendlichen Teilnehmenden steckten dafür ihre Köpfe in einem von drei angebotenen Camps mit den Schwerpunkten Robotik, Bionik und 3D-Druck zusammen, um individuelle Lösungen für ein vorgegebenes Anwendungsproblem zu entwickeln. Hierfür stellten das Erfurt Bildungszentrum (ebz), das Schülerforschungszentrum an der Fachhochschule Erfurt und Sattler 3D jeweils eine Challenge, sowie die zur Bearbeitung notwendigen Materialien, Werkstätten und Kenntnisse für die Bedienung der verwendeten Computerprogramme, Softwares und Geräte bereit. Zum Ende der Woche wurden die Ergebnisse aus den Praxistagen vor der gesamten Gruppe aus Teilnehmenden und Challenge-Partnern präsentiert.

Erkundung unbekannter Welten bei großen Technologiebetrieben

Auf das Interesse der Schülerinnen und Schüler stießen auch die Firmenexkursionen zum Batteriezellenwerk CATL in Arnstadt und x-Fab, einem in Erfurt ansässigen Hersteller von Mikrochips. Beim Ausflug zu CATL standen die Themen Energiespeicher und Batterieherstellung im Fokus. Während die Schüler bei einer geführten Window-Tour entlang der Produktionsräumlichkeiten bei x-Fab einen Blick auf die Fertigung der vielseitig verwendbaren Halbleiter erhaschen konnten.

Auch für Spaß, neben den Challenges war gesorgt. Als wetterfeste Alternative zum Strandbad stellten die Veranstalter mit Hilfe der Jugendberufsförderung (JBF) in Erfurt kurzfristig ein Hoffest auf die Beine. Hier konnten die Teilnehmenden und Partner vor dem schlechten Wetter in die Werkstätten flüchten und bei einem geselligen Nachmittag und Dienstagabend ihre Kontakte vertiefen.

 

Kreative Lösungen wurden zum Finale des Future Tech Camps präsentiert

Das Future Tech Camp endete nach einer Woche mit den Präsentation der Ergebnisse aus den Praxistagen. Jedes Camp stellte dafür den anderen Teilnehmenden und Challengepartnern mindestens eine Lösung für das von ihnen bearbeitete Anwendungsproblem vor. Für die erfolgreiche Umsetzung wurden alle Teilnehmenden des Future Tech Camps mit einer Urkunde und einer Future-Tech-Camp-Trophäe prämiert. Einige Teilnehmende haben bekannt gegeben, dass sie gute Erinnerungen an das Camp mitnehmen und im kommenden Jahr wieder dabei sind.

Die drei Challenges beim Future Tech Camp 2023:

Im 3D-Druck Camp haben die Teilnehmenden eine Karosserie für ein solarbetriebenes Auto entworfen und ausgedruckt. Die Challenge war es Solarplatten und dafür notwendige Anschlüsse und Verkabelung in das Modell zu integrieren.

Im Bionik-Camp wurden Lösungen für ausgewählte Greifaufgaben entwickelt. Dafür orientierten sich die Teilnehmenden an Vorbildern aus der natürlichen Umwelt. Ein Team hat einen Apfelpflücker entworfen, dessen Greifzange sich am Fin-Ray-Effekt einer Fischflosse orientierten. Ihr anderes Modell ist dem Rüssel eines Elefanten nachempfunden.

Im Robotik-Camp haben die Teilnehmenden den Bau der Krämer Brücke automatisiert. Mit Hilfe eines Roboterarms wurde ein Modell der alten Krämerbrücke in einem Durchgang zusammen­gesetzt. Hierfür wurden die Positionen und Bewegungen des Gelenk-Arm-Roboters pro­grammiert.

Fotos: Ina Brodkorb

Entwickelt wurde das Camp vom gemeinnützigen Förderverein Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Erfurt e. V. in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Unternehmen aus dem Erfurter Umfeld. Für die Challenges konnten sich Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren kostenfrei anmelden. (ib)

Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Erfurt verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Unternehmen mit den Schulen in Erfurt und Thüringen zu fördern. Auf diese Weise sollen Schüler und Lehrkräfte sowohl eine bessere ökonomische Bildung und berufliche Orientierung, als auch eine bessere Kompetenz in wirtschaftlichen Angelegenheiten erhalten. Der Bereich soll durch die Arbeit des Arbeitskreises nachhaltig und dauerhaft im Schulangebot verankert werden. 

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