Versicherungen – Welche brauchst du wirklich?
Auf den ersten Blick wirken Versicherungen nervig – und wie rausgeschmissenes Geld. Aber: Es gibt ein paar, die echt wichtig sind.
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Must have!
Krankenversicherung
Die ist Pflicht! Ohne geht es in Deutschland nicht. Denn sie sichert dich ab, wenn du zum Arzt musst oder ins Krankenhaus gehst. Das kann nämlich je nach Behandlung schnell echt teuer werden.
Wenn deine Eltern gesetzlich versichert sind, hast du es leicht: Einer von ihnen kann dich einfach bis zu deinem 18. Geburtstag beitragsfrei familienversichern. Solange du deine Ausbildung machst oder studierst sogar bis 25. Danach musst du dich selbst drum kümmern.
Kfz-Haftpflichtversicherung
Sobald du ein Auto hast, brauchst du diese Versicherung. Denn sie greift, wenn du einen Unfall baust. Sonst musst du nicht nur den Schaden an deinem Wagen, sondern auch den des anderen Unfallbeteiligten selbst tragen. Übrigens: Auch für dein Motorrad, Mofa, Moped oder Roller brauchst du eine eigene Haftpflichtversicherung. Du entscheidest dann, ob sich eine Teil- oder Vollkaskoversicherung für dich rechnet. Nur letztere zahlt auch für Schäden, die du selbst verursacht hast.
Good to have
Privat-Haftpflichtversicherung
Dein Kumpel zeigt dir stolz sein neues iPhone, du willst es nur kurz mal selbst in der Hand halten und zack! Es rutscht dir aus der Hand. Oder: Du verlierst den Schlüssel deiner Arbeit und die ganze Schließanlage muss ausgetauscht werden. Mit einem einfachen „Sorry“ ist es hier nicht getan. Du haftest für das, was du kaputt machst. Diese Versicherung kann sinnvoll sein, damit du nicht auf den Kosten sitzen bleibst. Denn das geht ordentlich ins Geld. Eine gute Privat-Haftpflicht übernimmt solche Kosten.
Hausratversicherung
Wenn du noch bei deinen Eltern wohnst, bist du oft mitversichert. Sobald du anziehst (egal, ob WG oder deine eigene Wohnung) kann sie aber sinnvoll sein. Sie sichert deine Sachen – also Möbel, Kleidung und Technik – vor Gefahren wie Feuer, Leitungswasser, Einbruch und Vandalismus ab. Korrigiere: Sie sichert natürlich nicht ab, dass es niemals in deiner Wohnung brennt, sondern übernimmt die Kosten im Brandfall.
Nice to have
Berufsunfähigkeitsversicherung
Klingt weit weg, ist aber wichtig: Wenn du deinen gelernten Beruf nicht mehr ausüben kannst, kann diese Versicherung sinnvoll sein. Sie fängt dich mit einer Berufsunfähigkeitsrente auf, wenn du wegen eines Unfalls, Allergien oder einer schweren Krankheit aus deinem Arbeitsleben gerissen wirst. Übrigens: Die häufigste Ursache dafür sind psychische Erkrankungen. Bei dieser Versicherung kannst du Geld sparen, wenn du sie bereits während der Ausbildung oder im Studium abschließt.
Rechtsschutzversicherung
Stress mit dem Vermieter, Ärger im Job oder ein Unfall im Straßenverkehr – und plötzlich wird’s ernst. Dann ist nicht nur guter Rat teuer. Sondern mit Anwaltskosten, Kosten für das Gerichtsverfahren und möglichen Gutachtern kann in einem Rechtsstreit die Summe richtig in die Höhe schießen. Eine Rechtsschutzversicherung kann diese Kostenfalle entspannen. Wichtig ist zu prüfen, welche Leistungen übernommen werden, denn wie bei einem Baukasten kannst du entscheiden, welche Leistungsbausteine, etwa Privatrecht, Verkehrsrecht oder Wohnrecht, du absichern möchtest.
DIE GIBT ES AUCH NOCH:
Unfallversicherung
Eine Unfallversicherung hilft dir, wenn du nach einem Unfall dauerhaft eingeschränkt bist und Kosten für Behandlung und Alltag auf dich zukommen.
Risikolebensversicherung
Sie zahlt deinen Hinterbliebenen Geld aus, wenn du stirbst.