Ferienjob im Sommer: Alles, was du wissen musst
Die Sommerferien stehen vor der Tür – und damit die Chance, zum ersten Mal eigenes Geld zu verdienen. Ob Supermarktkasse, Babysitten oder Social-Media-Aushilfe: Ein Ferienjob bringt nicht nur Geld, sondern auch echte Erfahrungen.
Aber was ist erlaubt, was wird bezahlt – und worauf solltest du achten?
Ferienjobs sind vor allem in den Sommerferien sehr beliebt. Hier erfährst du, worauf es ankommt und was du wissen solltest. Foto: chachamp – stock.adobe
Darf ich überhaupt arbeiten?
Das hängt von deinem Alter ab. Wer noch keine 13 ist, muss leider draußen bleiben – Jobben ist in der Regel nicht erlaubt., bis auf kleine Jobs, für die deine Eltern dir womöglich Taschengeld geben.
Zwischen 13 und 14 Jahren geht es nur mit Erlaubnis der Eltern, und auch dann nur für leichte Tätigkeiten – maximal zwei Stunden täglich.
Wer 15 bis 17 Jahre alt ist, darf ran, muss aber das Jugendarbeitsschutzgesetz im Blick behalten: maximal vier Wochen am Stück im Jahr, acht Stunden täglich, keine Nacht- oder Feiertagsarbeit. Ab 18 gilt volle Vertragsfreiheit – Schülerinnen und Schüler dürfen allerdings maximal 26 Wochen im Jahr arbeiten.
Was verdiene ich wirklich?
Im Durchschnitt bekommen 13-Jährige 4 bis 5 Euro pro Stunde, 14-Jährige 5 bis 6 Euro, 15-Jährige 6 bis 8 Euro. Mit 16 steigt der Stundenlohn auf 7 bis 10 Euro, mit 17 auf bis zu 12 Euro. Wer 18 ist, hat Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn – aktuell 13,90 Euro pro Stunde.
Muss ich Steuern zahlen?
In den meisten Fällen: nein. Wer nicht mehr als drei Monate oder 70 Arbeitstage im Jahr jobbt, zahlt keine Steuern. Gleiches gilt, wenn der monatliche Verdienst unter 603 Euro bleibt.
Wo finde ich einen Job?
Oft reicht ein Blick in die Umgebung: Aushänge im Supermarkt, am Kiosk oder im Café sind ein guter Anfang. Auch das eigene Netzwerk hilft. Frag einfach deine Eltern, Freunde oder Bekannte.
Und wer gezielt sucht: Google mit „Ferienjob + deine Stadt“ liefert schnell Ergebnisse.
Was sind typische Ferienjobs?
Die Klassiker sind Aushilfe im Supermarkt oder in der Gastronomie, Nachhilfe geben, Babysitten oder Haustiere hüten. Wer digital fit ist, kann lokale Unternehmen bei Social Media unterstützen. Auch Lagerhelfer-Jobs oder die Arbeit als Feriencamp-Betreuer sind beliebt.
Warum überhaupt einen Ferienjob?
Natürlich: wegen des Geldes. Aber ein Ferienjob ist mehr als das. Er gibt erste Einblicke in die Arbeitswelt und hilft dabei, eigene Interessen und Stärken zu entdecken. Beides sind wertvolle Erfahrungen für später und du kannst mit deinen Ferienjobs schon mehr in deinem Lebenslauf nachweisen, als andere in deinem Alter.
Red Flags: Diese Warnsignale solltest du kennen
Nicht jedes Jobangebot ist seriös. Misstrauisch werden solltest du, wenn kein schriftlicher Vertrag angeboten wird, Zahlung nur „schwarz“ erfolgen soll, unbezahlte Probearbeit länger als ein bis zwei Tage gefordert wird oder Druck entsteht, sofort zu unterschreiben. Im Zweifel: lieber weitersuchen. (sa)