Bekannter Beruf ganz modern

Schon Max‘ Opa war Dreher im Bergwerk und hat ihm so diesen Beruf aus der Metallbranche nähergebracht. Was früher mal Dreher hieß, nennt sich heutzutage Zerspanungs­mecha­niker. Diese Ausbildung absolviert Max jetzt im Maschinenbauunternehmen Schuler Pressen in Erfurt und ist bereits im dritten Lehrjahr. Anders als sein Opa arbeitet er aber meistens mit computerbasierten Maschinen – die CNC­-Frä­ser und CNC­-Dreher.

Zerspanungs­mechaniker (m/w/d)

Worum geht’s?

Mithilfe von Verfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen fertigen Zerspanungs­mechaniker Bauteile aus Metall. Meistens arbeiten sie dafür an com­puter­gestützten Ma­schinen.

Dauer: 3,5 Jahre

Voraussetzungen:

Zwei linke Hände solltest du in diesem Beruf nicht haben. Handwerkliches Geschick sowie Interesse an Metall und technisches Verständnis sind dagegen sehr wichtig. Auch gute Mathe­kenntnisse und logisches Denkvermögen sind ratsam.

Chancen:

Durch Weiterbildungen kannst du zum Industriemeister – Metall oder zum Techniker in verschiedenen Fachrichtungen aufsteigen. Darüber hinaus kannst du Ausbilder werden oder später im Bereich Maschinenbau studieren.

Foto: Sandra Böhm

Erfahre mehr über die Ausbildung

„Ich finde es spannend, wie aus einem Rohteil ein fertiges Bauteil wird, und mich fasziniert die Fähigkeit der Werkzeuge, Metall zu zerspanen.“

Zu Beginn seiner Ausbildung hat er die verschiedenen Techniken auf konventionelle Art und Weise gelernt – also per Hand und ohne CNC. Das erste Lehrjahr verbrachte er in der Lehrwerkstatt und auf Lehrgängen im Erfurter Bildungszentrum, wo er Löten und Schweißen sowie den richtigen Umgang mit Handwerk­zeugen und konventionellen Bohr-­, Dreh­- und Fräsmaschinen gelernt hat. „Schweißen und Löten brauchen wir in unserem Beruf eigentlich nicht, aber es ist trotzdem sehr gut, das zu können“, sagt Max.

Im zweiten Lehrjahr hat er jede Maschine kennengelernt, da er immer einem anderen Facharbeiter in den verschie­denen Abteilungen zugeteilt war, den er bei seinen Arbeiten unterstützt hat.

„Das war hauptsächlich bei den Nacharbeiten, beispielsweise wenn irgendwas zu groß war oder bei kleineren Bauteilen irgendwo eine Bohrung gefehlt hat. Dann haben wir Azubis das übernommen“, erklärt der 19-­Jährige. „Der wichtigste Punkt im zweiten Lehrjahr war aber die Vorbereitung und das Bestehen der Zwischenprüfung.“ Wenn die geschafft war, ging es zur Großteilebearbeitung, in dem die großen CNC-­Maschinen fürs Fräsen, Schleifen und Drehen stehen. Das sind also genau die Maschinen, an denen die Azubis als ausgelernte Zerspanungsmechaniker arbeiten werden. Des Weiteren befindet sich dort der sogenannte Einstellraum, in dem die Werkzeuge eingestellt sowie auseinander und zusammen gebaut werden.

Jetzt, im dritten Lehrjahr, arbeitet Max am Bohr-­ und Fräszentrum, was auch seine Arbeitsstelle sein wird, wenn er seine Ausbildung abgeschlossen hat.

„Das ist genau die Maschine, an der ich arbeiten wollte“, freut sich der Lehrling. An ihr findet er faszinierend, dass sie zwei Drehtische hat, die jeweils Bauteile bis zu einer Masse von 120 Tonnen tragen können.

Am meisten interessiert sich Max für die Funktionsweisen und Möglichkeiten der einzelnen Maschinen.

„Ich finde es auch spannend, wie aus einem Rohteil ein fertiges Bauteil wird, und mich fasziniert die Fähigkeit der Werkzeuge, Metall zu zerspanen“, ergänzt er. „Es ist auch ein cooles Gefühl, jedes Mal zu sehen, wenn nach der ganzen Zeit so ein Teil fertig ist.“ Gut findet er auch, dass trotz der Automatisierung immer noch Hand angelegt werden muss.

Insbesondere bei den großen Maschinen werde ihm aber auch bewusst, wie viel Verantwortung er trägt und warum die Überwachung so wichtig ist.

„Gerade bei diesen Dimensionen und den Kosten bei Ausschuss ist das nicht zu vernach­lässigen“, sagt er eindringlich. „Bei groben oder nicht korrigierbaren Fehlern ist dann das ganze Bauteil nicht mehr zu gebrauchen und dann hat man umsonst gearbeitet.“ (sa)

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