Ein span(n)ender Beruf

Schleifen, Bohren, Drehen, Fräsen – all das gehört zu Julians täglichen Aufgaben. Er befindet sich momentan im dritten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker bei der BMW Fahrzeugtechnik GmbH in Eisenach. Doch so grob sich diese Handgriffe anhören, erfordern sie doch jede Menge Präzision, denn die hergestellten Teile sollen später in Großpresswerkzeuge eingebaut werden und müssen exakt passen.

Zerspanungsmechaniker (m/w/d)

Worum geht’s?

Du stellst anhand unterschiedlicher Verfahren Präzisionsbauteile her, die in Maschinen zum Einsatz kommen. Auch das Zusammenbauen, Warten und Überprüfen der Einzelteile gehört zu deinen Aufgaben.

Voraussetzungen:

Neben einem Realschulabschluss solltest du dich gut in Mathe und Geometrie auskennen. Außerdem sind handwerkliches Geschick, Sorgfalt, räumliches Vorstellungsvermögen und ein Interesse für technische Zusammenhänge gefragt.

Dauer: 3,5 Jahre

Chancen:

Als Meister kannst du dich selbständig machen. Als Techniker entwickelst du Bauteile und erlangst deine Fachhochschulreife. Der Technische Fachwirt macht dich im kaufmännischen Bereich fit und wer eine Führungsposition will, sollte den Betriebswirt ablegen.

Foto: BMW Fahrzeugtechnik GmbH

Erfahre mehr über die Ausbildung

Der Wunsch, Zerspanungsmechaniker zu werden, entstand bei dem 19-Jährigen nach einer eingehenden Internetrecherche und mehreren Praktika.

Besonders gut gefällt ihm an der Ausbildung, dass man am Feierabend sieht, wie zum Beispiel aus einem schlichten Klotz ein komplexes Bauteil entstanden ist.

„In der praktischen Ausbildung fertigen wir per Hand und mit Hilfe von computergesteuerten CNC Werkzeugmaschinen anhand verschiedenster Verfahren Bauteile für Maschinen an.

Speziell in unserem BMW-Werk sind das komplexe Großpresswerkzeuge für den Automobilbau. Am Anfang durfte ich nur Probestücke herstellen, denn ich musste ja erstmal den Umgang mit den Materialien und den Maschinen lernen“, erklärt Julian.

Im Rahmen der dualen Ausbildung findet etwa alle vier Wochen ein Wechsel zwischen dem Unternehmen und der Berufsschule in Eisenach statt.

Dort werden im ersten Lehrjahr die theoretischen Grundlagen des Berufs vermittelt. Im folgenden Jahr muss der erste Teil der Abschlussprüfung abgelegt werden, bevor die Azubis in den für sie spezifischen Bereichen praxisnah angelernt werden. Das dritte Ausbildungsjahr dient schließlich der Festigung der erworbenen Kenntnisse und der Vorbereitung auf den zweiten Teil des finalen Examens.

 

„Wer den Beruf ausüben will, muss detailgetreu arbeiten. Handwerkliches Geschick ist von Vorteil.

Da aber auch viel gerechnet werden muss, sollte man in der Schule besonders in Mathematik, Physik und Chemie gut aufpassen. Für das Vorstellungsgespräch selbst lohnt es, sich über das Unternehmen und die Aufgaben eines Zerspanungsmechanikers zu informieren. Am besten schaut ihr euch die Website des Unternehmens an und absolviert dort vorher ein Praktikum. Dann seid ihr gut vorbereitet und wisst, was euch erwarten könnte“, rät Julian.

Aufgrund des aktuellen Fachkräftemangels haben angehende Zerspanungsmechaniker gute Berufsaussichten.

Die meisten Firmen übernehmen ihre Auszubildenden und zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten gute Aufstiegschancen in den unterschiedlichen Bereichen. Julian selbst möchte seine Ausbildung zunächst erfolgreich abschließen und sich dann einer der zahlreichen Fortbildungen widmen. (kp)

Dein Traumberuf?

Dann finde bei BerufeMAP.de alle Unternehmen, die eine Ausbildung in diesem Bereich anbieten:

Hinweis: Aktiviere alle Cookies, um dich auf der Karte zu bewegen!

Oder finde passende Arbeitgeber für das Berufsbild direkt per Klick auf den Button:

Neugierig geworden? Das könnte dich auch interessieren:

Share This