Forstwirt (m/w/d)
Forstwirte sind Fachkräfte, die den Wald wie ihre Westentasche kennen. Als Forstwirt forstest du Baumbestände auf, erntest Holz, pflegst den Wald und sorgst dafür, dass er gesund bleibt.
Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Den Feierabend verbringen Wilko und Co. oft in oder vor der Gemeinschaftshütte. Fotos: Chris Sommer-Blumenstein
Forstwirt: Auf einem guten Weg
Das Thema Klimaschutz begegnet uns aktuell nahezu überall. Für Wilko gehört es sogar zum Arbeitsalltag, denn der 22-Jährige ist im zweiten Jahr seine Ausbildung zum Forstwirt.
„Ich wollte schon immer etwas im Forst machen“, sagt Wilko. Sowohl sein Vater als auch sein Opa haben diesen Weg eingeschlagen, weshalb Wilko recht schnell eine Leidenschaft für die Arbeit im Wald entwickelt hat. Inzwischen befindet er sich im zweiten Lehrjahr beim ThüringenForst und kann sagen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
„Ich bin eher der Typ, der etwas machen und anpacken will. Und die Arbeit macht mir wirklich Spaß, weil sie sehr abwechslungsreich ist und man den ganzen Tag mit seinen Kollegen an der frischen Luft verbringt.“
Was machen Forstwirte?
Die Aufgaben eines Forstwirts umfassen unter anderem den Schutz und die Begründung von Beständen, also beispielsweise die Aufforstung von Waldstücken, die vom Borkenkäfer befallen waren und zerstört wurden. Aber auch klassische Handwerkstätigkeiten wie der Bau von Waldschenken gehören zu Wilkos Arbeit, denn auch die Pflege von Wanderwegen und den entsprechenden Sitzmöglichkeiten ist ein wichtiger Aspekt der Bewirtschaftung.
Am schönsten sei aus Wilkos Sicht aber die Holzernte. „Das macht schon Spaß und ist für viele, denke ich, auch der Grund, weshalb sie die Ausbildung machen. Aber generell macht mir eigentlich alles an dieser Arbeit Spaß.“
Immer in Gemeinschaft unterwegs
Eine Besonderheit ist die Ausbildungsstruktur bei seinem Ausbildungsbetrieb. Der schulische Teil findet in der Berufsschule in Ilmenau statt, wo es um die theoretischen Grundlagen in den Bereichen Forsttechnik, Natur- und Landschaftspflege, aber auch Sozial- und Wirtschaftskunde geht. Der praktische Teil hingegen findet am Forstlichen Bildungszentrum (FBZ) in Gehren statt.

Der Umgang mit der Kettensäge gehört für Wilko zum Alltag.
Dort sind alle Auszubildenden der ersten und zweiten Lehrjahre im Internat untergebracht und werden von den Ausbildern praktisch geschult, ehe es im dritten Lehrjahr in die Thüringer Forstämter geht. Dadurch werden die Azubis nicht nur einheitlich ausgebildet, sondern entwickeln auch ein stärkeres Teamgefühl, indem sie nach Feierabend gemeinsam ihre Freizeit verbringen. „Wir sind auch im Forst eigentlich immer in ‚Rotte‘ unterwegs. Es gibt natürlich Arbeiten, die man alleine machen kann, aber eigentlich findet das meiste in Teamarbeit statt.“
Eine Arbeit für die Zukunft
Wie wichtig Wilkos Einsatz mit der Kettensäge heutzutage ist, weiß er selbst am besten. „Wir müssen versuchen, den Waldbestand umzustrukturieren und breiter zu gestalten, denn so wie unsere Wälder aktuell aussehen, hat das keine Zukunft. Wir haben viele Fichten und sehen, dass sie dieses Klima nicht aushalten. Also brauchen wir standortgerechte Baumarten in einer guten Mischung. Und ich denke, dass Forstwirte daran einen großen Anteil haben. Wir sollten alle Möglichkeiten ergreifen, uns Chancen für die Zukunft zu schaffen. Und ich denke, da sind wir auf einem guten Weg.“
Dein Traumberuf?
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