Kauffrauen für Spedition und Logistikdienstleistung (m/w/d)

Als Kauffrau oder Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung bist du für die Organisation und kaufmännische Abwicklung von Transporten jeder Art verantwortlich.

Aus­bildungs­dauer: 3 Jahre

 

Natalie (l.) und Laura arbeiten bei Geis Eurocargo in Ohrdruf als Kauffrauen für Spedition und Logistikdienstleistung. Foto: Chris Sommer-Blumenstein

„Ohne uns landet nichts im Regal“

Wer sorgt eigentlich dafür, dass die Regale im Supermarkt gefüllt sind? Laura und Natalie! Die beiden sind nämlich Kauffrauen für Spedition und Logistikdienstleistung.

Hinter Laura (20) und Natalie (26) liegen drei Jahre Ausbildung bei der Geis Eurocargo GmbH in Ohrdruf. Seit Mitte Juni sind die beiden ausgelernte Kauffrauen für Spedition und Logistikdienstleistung, abgekürzt auch Speditionskauffrauen genannt. Für beide war es der zweite Anlauf, denn sowohl Laura als auch Natalie hatten zuvor eine andere Ausbildung begonnen, aber nicht abgeschlossen.

Die Arbeit als Fachangestellte für Bäderbetriebe habe Natalie nicht genug gefordert, weshalb sie sich noch einmal umorientiert hat und mehr oder weniger durch Zufall bei ihrem jetzigen Arbeitgeber gelandet ist. Da ihre Wunschausbildung zur Kauffrau für Büromanagement am Standort in Ohrdruf jedoch nicht angeboten wurde, hat sich Natalie stattdessen für den Bereich der Spedition und Logistikdienstleistungen entschieden.

Laura hingegen hatte bereits Berührungspunkte mit einer kaufmännischen Ausbildung, allerdings für Tourismus und Freizeit. Sie fühlte sich von ihrem Ausbildungsbetrieb jedoch nicht genügend gefördert, weshalb sie die Ausbildung abbrach. „In diesem Beruf sollte ich eigentlich im Hotel an der Rezeption stehen, dort war ich aber leider nie und bekam deshalb auch nicht das beigebracht, was ich mir erhofft hatte. Ich wollte immer mit Menschen zu tun haben, aber dazu kam es in meiner ersten Ausbildung nicht wirklich.“

Der Grundpfeiler Kommunikation

Dafür ist nun genau dieser Kundenkontakt der Arbeitsalltag der beiden. Dazu gehört es auch, regelmäßig zu telefonieren. „Ich würde schon sagen, dass wir gut 50 Prozent unserer Zeit mit Telefonieren verbringen“, schätzt Natalie. Das kann gerade zu Beginn einiges an Überwindung kosten, weshalb die 26-Jährige ihre Erfahrungen im Umgang mit Kunden teilt.

„Mir hat es sehr geholfen, mir vorher Notizen zu machen, was ich sagen möchte. Und es hilft, wenn man sich im Klaren darüber ist, dass dir die Menschen helfen möchten, auch wenn du dir einmal unsicher bist.“

Kommunikation ist der Grundpfeiler ihres Berufs, doch natürlich haben Laura und Natalie in der Ausbildung auch alles rund um Themen wie Transport und Logistik, Verkehrsrecht, Unternehmensformen und Buchhaltung gelernt. Auch Englisch sowie Wirtschaft und Sozialkunde seien an der Berufsschule in Erfurt wichtige Lernfelder gewesen, insbesondere für Natalie, die nun im Service-Bereich Stückgut Export arbeitet und regelmäßig Englisch sprechen muss.

Lauras Bereich nennt sich Fernverkehr bzw. Direkttransport von Teil- und Komplettladungen. Insgesamt gibt es bei Geis elf Abteilungen, die von den Auszubildenden möglichst umfangreich durchlaufen werden sollen, um festzustellen, wo sich die individuellen Stärken nach der Ausbildung am besten einbringen lassen.

Der Arbeitsalltag

Da sie sich nun in unterschiedlichen Abteilungen mit verschiedenen Schwerpunkten befinden, sieht Natalies Arbeitsalltag etwas anders aus als der von Laura. Sie fasst die Tätigkeiten der beiden für uns aber im Wesentlichen wie folgt zusammen:

„Wir organisieren alles, was den Transport betrifft, von A bis Z.“

Laura ergänzt:

„Ohne uns landet nichts im Regal.“

Im April durften sich die beiden außerdem über eine besondere Auszeichnung freuen. Die Fachzeitschrift Verkehrs Rund schau kürt jährlich die besten angehenden Speditionskaufleute durch den Wissenswettbewerb „Best Azubi“, wobei Natalie und Laura jeweils zu den vier Besten zählten. Als Zweitplatzierte gab es für Laura sogar ein Preisgeld von 3.000 Euro, das sie jedoch nicht für sich behielt.

„Wir haben alle als Team daran gearbeitet, diese tolle Platzierung zu erreichen, weshalb es nur fair war, das Preisgeld unter uns aufzuteilen.“

Damit hat Laura Teamfähigkeit bewiesen, worin auch Natalie eine der wichtigsten Kompetenzen in diesem Beruf sieht. „Man sollte auf jeden Fall offen sein und im Team arbeiten können. Das ist sehr wichtig hier.“ Laura fügt hinzu: „Aber ich denke auch, dass man diese Eigenschaft mit der Zeit entwickeln kann. Irgendwann kommt jeder aus sich heraus.“

Dein Traumberuf?

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