Bankkauffrau (m/w/d)

Bankkaufleute beraten Kundinnen und Kunden rund ums Geld, Konten, Kredite und Wertpapiere. Sie arbeiten dabei ebenso viel mit Menschen wie mit der Kohle.

Aus­bildungs­dauer: 3 Jahre

 

Felicia mag es, am Schalter und im direkten Kundenkontakt zu stehen. Fotos: Chris Sommer-Blumenstein

Bankkauffrauen: Arbeit, die Zinsen bringt

Ob am Schalter, am Telefon oder in der direkten Beratung: Als Bankkauffrau oder -kaufmann kümmerst du dich um die Finanzen deiner Kunden und hast dadurch einen direkten Einfluss auf ihren Alltag. Lisa und Felicia, Azubis bei der VR Bank in Thüringen, erzählen, was ihren Beruf besonders macht.

Der Beruf der Bankkauffrau ist weit mehr als nur Rechnen und Geld zählen. Wer hier arbeitet, hat täglich mit Menschen zu tun. Für Lisa und Felicia, beide 19 und im zweiten Lehrjahr bei der VR Bank in Thüringen, war genau dieser Kundenkontakt der entscheidende Punkt, wieso sie sich für die Ausbildung entschieden haben.

Lisa kam durch ein Schulpraktikum 2024 zur Bank. „Ich habe gemerkt, dass mir die Arbeit mit Menschen liegt und ich Spaß daran habe“, erzählt sie. Felicia war schon vorher privat Kundin der Bank und neugierig, was alles zu diesem Beruf gehört. Sie bewarb sich für eine Ausbildung und nach positiven Gesprächen stand ihr Entschluss fest.

Was dich in der Ausbildung erwartet

Die Ausbildung zur Bankkauffrau dauert in der Regel drei Jahre und kombiniert Theorie und Praxis. Neben der Arbeit in der Bank besuchen Lisa und Felicia die Berufsschule in Sondershausen. Dort stehen Fächer wie Deutsch, Englisch, Datenverarbeitung, das Kreditgeschäft und natürlich alles rund ums Girokonto, Sparen und Zahlungsverkehr auf dem Stundenplan.

Ab dem zweiten Lehrjahr wird es anspruchsvoller, wenn sie spezifischer in die Themen Rechnungslegung, Wertpapiere und komplexere Finanzprodukte eintauchen. „Man sollte im normalen Maß schon ein paar Mathekenntnisse mitbringen“, sagt Lisa, „Also plus, minus, mal, geteilt und Zinsrechnung wären von Vorteil, das wird einem in der Ausbildung aber auch alles noch einmal beigebracht. Man muss auf jeden Fall kein Mathegenie sein.“

Und Felicia ergänzt: „Man sollte keine Angst vor Zahlen haben, aber wenn man offen ist, damit umgehen zu wollen, braucht es keine super Abschlussnote.“

Lisa bevorzugt die Arbeit am PC und den Kundenkontakt am Telefon.

Kommunikation ist das A und O

Zusätzlich zur Berufsschultheorie werden den beiden in einem innerbetrieblichen Programm Weiterbildungen angeboten, in denen es um Themen wie Kredite, Gesprächsführung oder Selbstmanagement geht. Das habe vor allem in der Kommunikation geholfen, sagt Felicia. „Ich bin inzwischen auf jeden Fall viel flüssiger und freier im Umgang mit den Kunden.“

Die beiden lernen in ihrer Ausbildung alle Abteilungen kennen, vom Service über Marketing bis hin zum Kredit wesen. Während Felicia den direkten Kun den kontakt am Schalter mag, ist Lisa lieber am Telefon aktiv. Beide schätzen es sehr, dass sie im Laufe der Ausbildung herausfinden können, welche Aufgaben ihnen am besten liegen. Doch egal, in welcher Abteilung sie sich befinden, das Wichtigste sei immer Teamwork. „Langweilig wird es auf jeden Fall nicht“, sind sich beide einig.

Dementsprechend vielfältig sind die Auf gaben der Bankkaufleute. Mal hilft man Kunden beim Onlinebanking, mal erklärt man, wie man fürs erste Auto spart oder prüft Unterlagen für einen Kredit. Dazwischen stehen interne Besprechungen, Schulungen oder Projektarbeit an. Wichtig ist dabei immer, freundlich zu bleiben, aufmerksam zuzuhören und den Überblick zu behalten.

Kundenkontakt erfordert Fingerspitzengefühl

Besonders, da der Beruf oft Fingerspitzengefühl erfordert. Deshalb sind für Lisa und Felicia Selbstbewusstsein und Kritikfähigkeit zwei wichtige Kompetenzen für die Arbeit in der Bank. „Gerade, wenn Kunden merken, dass wir noch in der Ausbildung sind, kommen manchmal Sprüche, sie würden für die Bearbeitung ihres Falls lieber jemanden haben, der kompetent ist“, sagt Lisa, schließlich sei Geld für viele Menschen ein sehr sensibles Thema.

„Aber auch, wenn zum Beispiel eine Baustelle in der Stadt ist, kriegen wir manchmal den Frust über Dinge zu spüren, auf die wir keinen Einfluss haben“, sagt Felicia. „Wir sind dann das Ventil, um sich Luft zu machen.“

Umso schöner sei für beide aber der Moment, wenn sie ihren Kunden beweisen, dass sie der gestellten Aufgabe gewachsen sind.

Ein geregelter Arbeitstag

Ein wichtiger Aspekt an ihrem Beruf war für Lisa und Felicia ein geregelter Arbeitstag. Dadurch ließe sich der Alltag abseits der Arbeit besser planen. Und auch das im Beruf gesammelte Wissen sei privat sehr praktisch. So können die beiden inzwischen innerhalb ihrer Familien- und Freundes kreise Finanztipps geben und haben auch selbst ein besseres Bewusst sein für den Umgang mit Geld entwickelt.

Wem dieser kurze Einblick in den Bankalltag noch nicht reicht, dem empfehlen die beiden ein Praktikum, um sich selbst ein Bild zu machen. So, wie Lisa es getan hat. „Ohne mein Praktikum wäre ich heute nicht hier!“

Dein Traumberuf?

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