Hoch-hinaus-Denker!

Städte bestehen aus Gebäuden, die mit Straßen und Brücken verbunden sind – ja und?! Hast du dir schon mal die Frage gestellt, wer dafür zuständig ist? Richtig – der Bauingenieur! Er denkt daran, dass ein Stadtbild durch moderne Bauten und Konstruktionen geprägt wird, aber dieses Bauen vor allem nachhaltig sein soll. Klar, spielen Architekten auch eine wesentliche Rolle dabei – jedoch sieht der Bauingenieur ein Gebäude konstruktiv und nicht  designtechnisch.

Bauingenieurwesen

Foto: Volker Kreinacke ­- stock.adobe.com

Genau dein Ding, wenn:

  • dich Gebäude schon immer interessiert haben.
  • du schon immer wissen wolltest, aus was Beton besteht.
  • du ein heimlicher Mathe­-Freak bist.

Eher nichts für dich, wenn:

  • du keinen Spaß an Naturwissenschaften hast.
  • du mit Bauphysik gar nichts anfangen kannst.
  • du lieber designst.

Über das Studium

Wie werden eigentlich Bauwerke geplant, konstruiert und instand gehalten?

Wenn du diese Frage fundiert beantworten möchtest, solltest du dir den Studiengang Bauingenieurwesen an der Bauhaus­-Universität Weimar näher ansehen. Mit technischem Verständnis und dem Wunsch, praxisnah am Bau
sein zu wollen, bist du gut gerüstet. Im Studium werden technisch, ­naturwissenschaftliche Grundlagen vermittelt. Hier spielt Mathe natürlich eine große Rolle. Abitur oder fachgebundene Hoch schulreife oder gleichwertig anerkannte Vorbildung ist eine Voraussetzung, um zum Studium zugelassen zu werden. Vorab ein zwölfwöchiges Praktikum in einer Firma mit Schwerpunkten der Bauingenieurwissenschaft zu absolvieren, ist ein großer Vorteil. Du kannst das Praktikum aber auch während des Studiums machen. Das Studium dauert sechs Semester. Dein Titel ist dann „Bachelor of Science“. Wenn du dann noch weiter studieren möchtest, ist eine Spezialisierung im Master­-Studium möglich.

Im Bachelor­-Studium werden die fachspezifischen Grundlagen der allgemeinen Ingenieurwissenschaften sowie des Bauwesens vermittelt.

In den ersten vier Semestern verteilen sich die Lernbereiche auf Naturwissenschaften, Baukonstruktion, Geodäsie, Bauphysik, Bauchemie, Bauinformatik, Mechanik und Statik, Baustoffkunde, Stahlbau, Holz­ und Mauerwerksbau, Stahlbetonbau, Bodenmechanik, Baubetrieb und Betriebswirtschaftslehre. So, durchatmen! Keine Sorge, das lernst du alles Stück für Stück! Hast du es bis Semester vier geschafft, kannst du dich spezialisieren auf den „Konstruktiven Ingenierubau“ oder auf „Baustoffe und Sanierung“.

 

Wohin geht nach dem Studium die Reise?

Dem Bauingenieur stehen viele Türen offen: Wenn du erst einmal genug von der Theorie hast und endlich voll in
die Praxis einsteigen willst, kannst du dich bei Planungsbüros des Hoch-­, Tief- und Brückenbaus bewerben oder bei Bauunternehmen – regional, überregional oder international. Planungsbüros der Umwelttechnik sind beispielsweise auch Orte für Bauingenieure. (ba)

 

Foto: stock.adobe.com

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