Das digitale Leben verstehen

Ein Informatiker – wer ist das für dich? Denkst du jetzt auch an einen Nerd, der eine Hornbrille trägt, kaum das Tageslicht sieht und eine Sprache spricht, die keiner versteht? Nein, es ist kein Kellerkind! Hier sitzt ein schlauer Kopf, der sich auf einer Reise durch die Welt der Mathematik mit ihren Algorithmen befindet und eine Landschaft aus Zahlen und Sonderzeichen erschaffen hat. Ein Informatiker spricht die Sprache der Computer und ist gefragter denn je im Zeitalter der Digitalisierung!

Fachinformatik

Foto: jijomathai – stock.adobe.com

Genau dein Ding, wenn:

  • Algorithmen Musik in deinen Ohren sind
  • Programmiersprache deine Muttersprache ist
  • du schon immer ein Theoriebastler warst

Eher nichts für dich, wenn:

  • du keinen Spaß an Programmiersprache hast
  • du die fertige Software vor dir haben und nicht erst basteln willst
  • Industrie, Wirtschaft und Verwaltung uninteressant sind

Über das Studium

An der FH Erfurt kannst du Angewandte Informatik im Bachelorstudium (sechs Semester) studieren, bevor du dich im Masterstudium (vier Semester) spezialisierst.

Die Informatik ist die Wissenschaft der Behandlung und Verarbeitung von Informationen. Sie teilt sich auf in mathematische Disziplinen wie unter anderem in Modellbildung und Logik und sie findet Anwendung in der Elektrotechnik, insbesondere im Bereich der Nachrichtentechnik. Die Angewandte Informatik ist eines der wichtigsten Fachgebiete mit Zukunft, denn egal, wohin man schaut, fast alle Bereiche des täglichen und beruflichen Lebens werden durch die digitale Revolution verändert. Und nicht nur das! Die Digitalisierung entwickelt sich ständig weiter. Und die Informatik gestaltet diese rasante Veränderung mit.

Was passiert während des Studiums?

Um ein guter Informatiker zu werden, eignest du dir praxisorientierte Kenntnisse und Fähigkeiten an. Keine Sorge, du musst das nicht alles sofort können, genau dafür sind auch deine Professoren und Lehrkräfte da, die das  Wissen vermitteln. Du lernst Gebiete wie Technologie, Algorithmen und Programmierung kennen. Hier werden vor allem deine Fähigkeiten zur Analyse, zum Entwurf und zur Realisierung geschult und gefördert. Ist das geschafft, geht es erst richtig los und du kannst Theorie und Praxis in den vier Anwendungsgebieten wie Ingenieur­, Medien­, Wirtschafts- oder Verkehrsinformatik vertiefen.

 


Es muss dir klar sein, dass du als Informatiker viel mit Mathematik zu tun
haben wirst, dass du viel Geduld und Konzentration brauchst – hier darfst du nicht verzweifeln, wenn etwas nicht sofort funktioniert.

Englisch solltest du auch beherrschen, denn das ist die Fachsprache in diesem Gebiet. Deine beruflichen Perspektiven als Informatiker könnten nicht breiter gefächert sein: Das Jobangebot in Bereichen wie Softwareentwicklung, Industrie, Wirtschaft und Verwaltung ist groß, und Fachkräfte, besonders Informatiker, die die spezielle Sprache der Computer sprechen, werden gesucht. Ein Informatiker ist überwiegend angestellt, kann sich auch selbstständig machen, zum Beispiel als Software­-Entwickler oder IT-­Berater.

Nice to know:

Mit deinem Studium zum Informatiker, in dessen Verlauf du die allgemeine Informatik kennen gelernt und dir spezifisches Fachwissen angeeignet hast, kannst du in Unternehmen und/oder in öffentlichen Einrichtungen direkt beruflich vollwertig einsteigen. Dann kannst du nicht nur dein Wissen anwenden, sondern sogar Entwicklungsaufgaben in Richtung Zukunft übernehmen und digitale Welten erschaffen. (ba)

Share This