Zahnmedizin

Foto: Yakobchuk Olena – stock.adobe.com

Über das Studium

Wer Zahnarzt werden und die Erkrankungen an Zähnen, im Mund und am Kiefer selbst behandeln möchte, muss Zahnmedizin studieren. In der Regel dauert das zehn bis elf Semester und gliedert sich in einen vorklinischen und einen klinischen Teil. Am Ende müssen alle angehenden Zahnärzte das Staatsexamen ablegen.

In Thüringen bietet die Friedrich-Schiller-Universität in Jena das Zahnmedizinstudium an. Dort liegen die fachlichen Schwerpunkte unter anderem auf CAD/CAM-Technologien, Implantologie, Ästhetischer Zahnheilkunde, Alterszahnheilkunde, Funktionsdiagnostik und Oberflächenveredlung. Um für das Studium zugelassen zu werden, brauchst du ein Abitur. Zudem solltest du tiefergehende Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern haben.

Sprachkenntnisse in Latein helfen dir bei den medizinischen Fachbegriffen. Nicht jeder Mensch geht gerne zum Zahnarzt, viele haben sogar richtig Angst davor, deswegen ist Einfühlungsvermögen wichtig. Da Zahnärzte den Großteil ihres Arbeitstages über den Patienten arbeiten, solltest du fit sein und dein Körper hohe physische Belastungen aushalten können. Für die filigranen Bewegungsabläufe ist präzises und konzentriertes Arbeiten und handwerkliches Geschick wichtig. Auch deine Augen sollten gut sein – schließlich sollst du Karies und andere Krankheiten erkennen.

Einen finanziellen Haken hat der Weg zum Traumberuf Zahnarzt: Das Zahnmedizin-Studium ist eines der teuersten in Deutschland. Neben den Semestergebühren müssen nämlich auch viele Materialkosten und der Instrumentenkoffer selbst bezahlt werden.

Wie geht es weiter nach dem Studium?

Du möchtest noch einen draufsetzen und Kieferorthopäde werden? Dann musst du eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie absolvieren. Kieferorthopäden behandeln zum Beispiel Fehlstellungen der Zähne und Kieferfehlbildungen. Sie sind die, die vielen Kindern und Jugendlichen eine Zahnspange verpassen. Nach einem allgemeinzahnärztlichen Jahr kannst du die dreijährige fachspezifische Weiterbildung beginnen. Mindestens ein Jahr davon wird ein Klinikjahr sein.

Eine andere Weiterbildung ist die zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Oralchirurgen stehen im OP-Saal und operieren an Zähnen, im Mund und am Kiefer. Inhalte der dreijährigen Weiterbildung, die ebenfalls mindestens ein Klinikjahr beinhaltet, sind aus den Fachbereichen Anästhesie, Arzneimittellehre, Notfallmanagement und Praxisstruktur/Hygiene. (sa)

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